11 May 2026, 10:19

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weiblichen Landesvorstand nach Wahl-Debakel

Zwei Frauen stehend an einem Rednerpult mit Mikrofon, einem Bildschirm und einem Blumenstrauß bei einer Grünen-Veranstaltung zur Diskussion von Umweltnachhaltigkeit.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weiblichen Landesvorstand nach Wahl-Debakel

Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen ihre Führung neu – nach dem Verlust der Regierungsbeteiligung bei der Landtagswahl im März. Mit 7,9 Prozent der Stimmen bereitet sich die Partei nun darauf vor, die kommende große Koalition aus der Opposition heraus zu herauszufordern. Ein neu gewähltes, rein weibliches Landesvorstandsteam soll die künftige Strategie steuern.

Auf dem Landesparteitag der Grünen wurden zwei Frauen zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt: Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während die 33-jährige Christin Sauer aus Mainz mit 63,37 Prozent gewählt wurde. Sauer sitzt seit 2019 im Mainzer Stadtrat und leitete bis Anfang 2025 den örtlichen Greenpeace-Kreisverband.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Mainz wird künftig Katrin Eder sein. Ihre Ernennung folgt auf Kritik während des Wahlkampfs, nachdem sie sich mit der Initiative „Schwarmkraftwerk“ geschmückt hatte – ein Projekt, das ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war. Die bisherigen Landesvorsitzenden Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill traten derweil zurück, um ihre Mandate im Landtag anzutreten.

Die neue Führung der Grünen markiert einen historischen Wandel: Zum ersten Mal besteht der Landesvorstand der Partei ausschließlich aus Frauen. Ihr Fokus liegt auf inhaltlich scharfen Debatten, um das zu verhindern, was sie als „Rückschritt“ im Land bezeichnen. Gleichzeitig will die Partei die Bürgerbeteiligung stärken und die Anliegen der Menschen in Rheinland-Pfalz gezielt aufgreifen.

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Nach 15 Jahren in der Regierung gehen die Grünen nun in die Opposition – mit einem erneuerten Führungsteam. Ihre Strategie setzt auf aktiven Dialog mit der Bevölkerung und eine konsequente parlamentarische Kontrollfunktion. Die Partei will die politischen Debatten prägen und die große Koalition kritisch begleiten.

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