Gouverneur Samuel García steht vor politischer Amtsenthebung in Nuevo León
Lotta BrandtGouverneur Samuel García steht vor politischer Amtsenthebung in Nuevo León
Die Spannungen zwischen dem Gouverneur von Nuevo León, Samuel García, und dem Kongress des Bundesstaates haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Der seit 2021 schwelende Konflikt droht nun in eine vollwertige politische und juristische Konfrontation zu eskalieren. Beide Seiten haben Verfassungsbeschwerden und Klagen eingereicht, was die Gräben weiter vertieft.
Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe des Fehlverhaltens. Anabel Alcocer, Landesvorsitzende der Partei Morena, wirft García vor, öffentliche Gelder umgeleitet zu haben. Die Antikorruptionsbehörde des Bundesstaates wird sich am Freitag treffen, um ihren Antrag zu prüfen.
Garcías angespanntes Verhältnis zum Kongress reicht bis in seine frühen Amtstage zurück. Die Auseinandersetzungen betrafen den Landeshaushalt, die Ernennung des Generalstaatsanwalts, die Genehmigung von Schulden sowie Vetorechte. 2023 löste sein Vorstoß, für die Präsidentschaft zu kandidieren, eine beispiellose politische Krise in Nuevo León aus.
Sollten die Abgeordneten ausreichende Gründe finden, hat García fünf Werktage Zeit, um eine schriftliche Verteidigung vorzulegen oder vor dem Kongress zu erscheinen. Falls das Verfahren voranschreitet, würde der Kongress anschließend über ein politisches Amtsenthebungsverfahren abstimmen. Über mögliche Sanktionen – darunter die Amtsenthebung und ein Verbot, öffentliche Ämter zu bekleiden – würden dann die Justizbehörden entscheiden.
Ein solches Verfahren wäre das jüngste Kapitel in der langwierigen Konfrontation zwischen dem Gouverneur und der legislativen Mehrheit, die von den Parteien PRI und PAN angeführt wird. Das Ergebnis könnte die größte institutionelle Herausforderung von Garcías Amtszeit definieren. Eine Entscheidung des Kongresses würde den Weg für juristische Schritte ebnen.






