Glasfaserausbau bringt über 60 Prozent der Haushalte in Nordostdeutschland ans Hochgeschwindigkeitsnetz

Admin User
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Ein Schwarz-Weiß-Bild, das die architektonische Gestaltung eines Gebäudes zeigt und an digitale Kunst erinnert.

Deutschland erweitert Digitalisierung mit schnelleren Verfahren - Glasfaserausbau bringt über 60 Prozent der Haushalte in Nordostdeutschland ans Hochgeschwindigkeitsnetz

Großausbau des Glasfasernetzes bringt Hochgeschwindigkeitsinternet in über 60 Prozent der Haushalte im Nordosten Deutschlands

Seit 2015 haben mehr als 60 Prozent der Haushalte in Deutschlands Nordosten durch den massiven Ausbau der Glasfaserinfrastruktur Zugang zu schnellem Internet erhalten. Die Initiative ist Teil der bundesweiten Bemühungen, die Digitalisierung voranzutreiben – unterstützt durch fast 3 Milliarden Euro an Bundesfördermitteln. Dennoch kritisieren Beobachter, dass noch immer zu viele Haushalte ohne Anschluss bleiben.

Im Landkreis Vorpommern-Rügen wurde im September 2022 nach über sieben Jahren Bauzeit ein 127-Millionen-Euro-Glasfaserprojekt abgeschlossen. Dadurch wurden fast 60.000 Haushalte, 1.800 Unternehmen und 80 Schulen in 56 Gemeinden ans Netz angebunden. Finanziert wurde das Vorhaben im Rahmen des Bundesförderprogramms von 2015, das die digitale Infrastruktur in ganz Deutschland stärken sollte.

Bisher wurde jedoch erst etwa die Hälfte der bereitgestellten 3 Milliarden Euro abgerufen. Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet nun daran, den Ausbau zu beschleunigen, indem bürokratische Hürden abgebaut werden. Geplant sind unter anderem Anpassungen der Landesbauordnung, digitale Bauantragsverfahren sowie Verbesserungen am Breitbandportal. Innenminister Christian Pegel (SPD) betont, dass durch den konsequenteren Einsatz digitaler Werkzeuge mehr Tempo in die Umsetzung kommen müsse. Die Maßnahmen stehen im Einklang mit dem Koalitionsvertrag 2025 der Bundesregierung sowie der Föderalen Modernisierungsagenda, die Bund und Länder im Dezember 2025 verabschiedet haben. Kritiker wie die CDU werfen der Landesregierung jedoch vor, dass trotz der Mittelzuweisungen noch zu wenige Haushalte in der Region tatsächlich an das Glasfasernetz angeschlossen seien.

Der Ausbau hat bereits tausende Haushalte, Schulen und Unternehmen im Nordosten erreicht. Mit den neuen Maßnahmen zur Straffung der Digitalisierungsprozesse wollen die Verantwortlichen die verbleibenden Lücken schließen. Ob dies gelingt, hängt davon ab, wie zügig die restlichen Fördergelder fließen und wie wirksam die optimierten Abläufe greifen.