Gifhorns Boxclub wird mit 12.000 Euro zur Integrationsstätte ausgebaut
Hannah BöhmGifhorns Boxclub wird mit 12.000 Euro zur Integrationsstätte ausgebaut
Gifhorns Boxclub erhält über 12.000 Euro Landesförderung für Ausbau als Integrationsstätte
Der Boxclub in Gifhorn hat mehr als 12.000 Euro an staatlichen Fördermitteln erhalten, um seine Rolle als zentrale Anlaufstelle für Integration auszubauen. Die auf fünf Jahre angelegte Förderung ermöglicht es dem Verein, neue Aktivitäten und Unterstützungsangebote für die lokale Gemeinschaft zu schaffen. Zu den Neuerungen gehört, dass auch Nicht-Mitglieder künftig kostenlos an wöchentlichen Box-, Ringer- oder MMA-Trainingseinheiten teilnehmen können.
Die Mittel stammen aus dem Programm Integration durch Sport, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) getragen wird. Über den Landessportbund Niedersachsen verwaltet, zielt die Initiative darauf ab, Sportvereine dabei zu unterstützen, den sozialen Zusammenhalt durch sportliche Aktivitäten zu stärken.
Mit den neuen Geldern wird der Boxclub eine Sportmentorin einstellen, die die Trainings begleiten soll. Diese wird zudem Teilnehmer mit Sprachbarrieren unterstützen und sie bei Behördengängen oder der Bearbeitung von Anträgen – etwa für Sozialleistungen – beraten. Darüber hinaus hat der Verein Zumba-Kurse eingeführt, deren Leitungskräfte vollständig aus der Förderung finanziert werden.
Das Projekt steht beispielhaft für ähnliche Vorhaben in ganz Niedersachsen, wo regionale Sportnetzwerke vergleichbare Initiativen fördern. Zwar ist unklar, wie viele Städte sich bisher beteiligen, doch unterstreicht das Programm die wachsende Bedeutung von Sportvereinen als Akteure der Integrationsarbeit.
Die Anerkennung des Boxclubs als landesgeförderte Integrationsstätte gilt für fünf Jahre. Kostenlose wöchentliche Trainingseinheiten und erweiterte Beratungsangebote stehen nun auch Nicht-Mitgliedern offen. Ziel des Projekts ist es, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und gleichzeitig praktische Hilfe für Bedürftige zu leisten.
