09 June 2026, 04:13

Gewerkschafterin warnt: Deutschlands Wirtschaft steht seit sechs Jahren still

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Gewerkschafterin warnt: Deutschlands Wirtschaft steht seit sechs Jahren still

Deutschlands Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren – Gewerkschafterin warnt vor veralteter Industriepolitik

Nach Angaben der Gewerkschaftsführerin Iris Benner stehe die deutsche Wirtschaft seit sechs Jahren auf der Stelle. Sie warnte, dass überholte industriepolitische Ansätze die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes nicht bewältigen könnten. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung unter Druck gerät, ihre Strategie in den Bereichen Industrie und Arbeitsmarktreformen grundlegend zu überdenken.

Benner betonte, dass sich Deutschland nicht länger auf traditionelle Industriekonzepte verlassen könne. Als zentralen Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannte sie den verschärften globalen Wettbewerb – insbesondere mit China und den USA. Ohne „gleiche Wettbewerbsbedingungen“ würden die aktuellen Politiken weiterhin scheitern, so ihre Einschätzung.

Statt pauschaler Kürzungen oder undifferenzierter Subventionen forderte Benner eine zielgerichtete Industriepolitik. Sie plädierte für klare Investitionsschwerpunkte, etwa bei grüner Stahlproduktion, Elektromobilität und einem Industrie-Strompreis. Solche Maßnahmen würden, so Benner, Arbeitsplätze sichern und regionale Wirtschaftskraft stärken.

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Bei den Arbeitsmarktreformen lehnte sie Pläne zur Lockerung der Arbeitszeitregelungen ab. Stattdessen müssten die Qualifizierung von Beschäftigten und die bessere Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt Vorrang haben. Kritisch äußerte sie sich auch zu Versuchen, gouvernementale Verantwortung in Koalitionsverhandlungen abzuschieben – stattdessen brauche es jetzt konkrete Schritte.

Trotz ihrer Kritik zeigte sich Benner bereit, mit der Bundesregierung zusammenzuarbeiten. Entscheidend sei, so die Gewerkschafterin, langfristige Investitionen in die industrielle Basis Deutschlands abzusichern. Zudem betonte sie die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs mit den Sozialpartnern, um die aktuelle wirtschaftliche Lage zu meistern.

Benners Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit, die deutsche Industrie- und Arbeitsmarktpolitik zu reformieren. Ihre Vorschläge setzen auf strategische Investitionen und gezielte Förderung – statt auf pauschale Kürzungen oder planloses Ausgeben. Die Regierung steht nun vor der Aufgabe, diese Forderungen mit ihren übergeordneten Wirtschaftsplänen in Einklang zu bringen.

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