17 April 2026, 16:31

Gesundheitsdienstleistungen im Supermarkt: Warum viele Deutsche wechseln würden

Vitrine einer Apotheke mit verschiedenen Medikamentenflaschen, -schachteln und -artikeln auf Regalen, einem Tisch mit Papieren rechts daneben und Deckenleuchten im Hintergrund.

Gesundheitsdienstleistungen im Supermarkt: Warum viele Deutsche wechseln würden

Eine neue Umfrage von Deloitte zeigt, dass viele Deutsche offen für die Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen beim Einkaufen sind. Mehr als die Hälfte der Interessierten würde sogar ihr übliches Geschäft wechseln, um diese Angebote in Anspruch zu nehmen. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Nachfrage nach bequemeren medizinischen Versorgungsmöglichkeiten im Einzelhandel.

Laut der Studie halten 39 Prozent der Befragten Drogeriemärkte für den besten Ort, um Gesundheitsleistungen anzubieten. Lange Wartezeiten auf Arzttermine bleiben ein zentraler Frustfaktor und veranlassen viele, nach Alternativen zu suchen. Rund 60 Prozent könnten sich vorstellen, in Zukunft ausgewählte medizinische Dienstleistungen im Einzelhandel zu nutzen.

Auch besteht großes Interesse an einem erweiterten Produktsortiment in der Nähe dieser Services. Kunden wünschen sich einen einfacheren Zugang zu Nahrungsergänzungsmitteln, Naturheilmitteln und medizinischen Hilfsmitteln. Allerdings nannten fast die Hälfte derjenigen, die Einzelhandels-Gesundheitsleistungen ablehnen, Bedenken hinsichtlich der Servicequalität als Hauptgrund.

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Die Umfrage ergab zudem, dass etwa ein Drittel der Deutschen mit der aktuellen Verfügbarkeit medizinischer Versorgung unzufrieden ist. Einzelhändler könnten sich abheben, indem sie zuverlässige, hochwertige Gesundheitsdienstleistungen anbieten. Eine engere Zusammenarbeit mit traditionellen Anbietern könnte helfen, Lücken in der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu schließen.

Die Ergebnisse deuten auf eine klare Chance für Händler hin, durch die Integration von Gesundheitsleistungen neue Kunden zu gewinnen. Bequemlichkeit und Produktvielfalt sind wichtige Anreize, doch Qualitätsbedenken bleiben eine Hürde. Wird dieses Problem gelöst, könnte dieses Modell die Art und Weise verändern, wie Menschen medizinische Versorgung mit dem alltäglichen Einkauf verbinden.

Quelle