Georgia streicht Millionen für Frauenhäuser – mit tödlichen Folgen?
Gouverneur Brian Kemp hat in Georgia Mittel in Höhe von über 13 Millionen Pfund für Programme gegen häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe gestrichen. Zu den Kürzungen gehören 9,4 Millionen Pfund für Frauenhäuser und 3,3 Millionen Pfund für Beratungsstellen bei sexualisierter Gewalt. Unterstützerorganisationen warnen, dass dies zu mehr Todesfällen durch häusliche Gewalt im Bundesstaat führen könnte.
Die gestrichenen Gelder waren Teil umfassender Ausgabenkürzungen aufgrund eines Haushaltsdefizits. Wie das Büro des Gouverneurs mitteilte, folgten die Einschnitte auf ein Steuersenkungspaket, das weniger Spielraum für andere Programme ließ.
Im Jahr 2025 beantworteten Programme gegen häusliche Gewalt in Georgia über 70.000 Notruf-Anrufe. Die Georgia Coalition Against Domestic Violence verzeichnete zwar einen Rückgang der bei der Polizei gemeldeten Vorfälle um 10 Prozent, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Hilfesuchenden in Frauenhäusern. Im vergangenen Jahr starben 163 Menschen in Georgia durch häusliche Gewalt.
Zwischen 50 und 60 Frauenhäuser und Hilfsorganisationen im Bundesstaat könnten nun gezwungen sein, Personal abzubauen. Einige müssten präventive Arbeit einstellen oder die Opferberatung zurückfahren. Unterstützer fordern die Abgeordneten auf, die Entscheidung rückgängig zu machen, und betonen die Dringlichkeit, die Hilfe für Betroffene aufrechtzuerhalten.
Die Mittelkürzungen könnten die Programme zwingen, ihre Leistungen ausgerechnet in einer Zeit zu reduzieren, in der die Nachfrage steigt. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Frauenhäuser und Unterstützungsnetzwerke Schwierigkeiten bekommen, gefährdete Personen zu versorgen. Abgeordnete und Aktivisten arbeiten nun daran, die gestrichenen Gelder wiederherzustellen.






