18 April 2026, 16:14

Georg Restle attackiert ARD und AfD: "Journalismus darf nicht sparen"

Zeitung mit der Aufschrift "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" auf schwarzem Hintergrund.

Georg Restle attackiert ARD und AfD: "Journalismus darf nicht sparen"

Georg Restle, einer der bekanntesten Moderatoren des deutschen Rundfunksenders ARD, hat sowohl die redaktionelle Ausrichtung seines Arbeitgebers als auch die rechtspopulistische AfD scharf kritisiert. In jüngsten Stellungnahmen warf er der Partei Verbindungen zu gewaltbereitem Extremismus vor und warnte zugleich, dass die Sparmaßnahmen der ARD deren journalistische Verantwortung untergraben könnten.

Seine Äußerungen fallen in eine Zeit andauernder Debatten darüber, wie öffentlich-rechtliche Sender mit dem Aufstieg rechtspopulistischer Strömungen in Deutschland umgehen sollten.

Restle argumentierte, die AfD dürfe nicht wie andere demokratische Parteien behandelt werden. Er verweigerte sich der Vorstellung, Björn Höcke – eine der umstrittensten Figuren der Partei – als legitime Stimme in der Wahlberichterstattung zu präsentieren. Laut Restle gebe es kaum einen inhaltlichen Unterschied zwischen Höckes Flügel und dem der Co-Vorsitzenden Alice Weidel; die Ideologie der Partei bleibe durchgehend extrem.

Gleichzeitig richtete er scharfe Kritik an die ARD-Führung: Die Kürzung der Sendezeit für sein investigatives Magazin Monitor bezeichnete er als "groben Fehler". Restle behauptet, innerbetrieblicher Druck, die AfD-Berichterstattung zu normalisieren, habe zugenommen – mit der Folge, dass Befürworter einer milderen Berichterstattung nun das Sagen hätten. Diese Entwicklung, so seine Warnung, drohe die Verbindungen der Partei zu rechtsextremen Kreisen und Straßengewalt zu verharmlosen.

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Über die redaktionellen Bedenken hinaus kritisierte Restle die wachsende Fixierung der ARD auf wirtschaftliche Effizienz. Er warnte, dass eine Priorisierung von Budgets über Journalismus die gesellschaftliche Rolle des Senders schwächen könnte. Gleichzeitig stellte er bei einigen Kollegen eine zögerliche Haltung fest, die AfD kritisch zu hinterfragen – er sprach von einem "starken Gegenwind" gegen investigative Berichterstattung.

Restle betonte zudem, dass eine bloße Spiegelung globaler Instabilität ohne Einordnung lediglich Ängste in der Bevölkerung schüre. Stattdessen forderte er die Sender auf, tiefgehende Analysen zu liefern, anstatt Chaos nur passiv widerzuspiegeln.

Restles Aussagen verdeutlichen die Spannungen innerhalb der ARD über den Umgang mit dem wachsenden Einfluss der AfD. Seine Warnungen gehen über redaktionelle Fragen hinaus und thematisieren die grundsätzlichen Risiken einer kostengesteuerten Ausrichtung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Debatte spiegelt dabei größere Sorgen über die Medienverantwortung in einer Zeit zunehmender politischer Polarisierung wider.

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