Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016
Hannah BöhmFußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016
Ein Fußballturnier in München ehrte die neun Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016
Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, das den neun Opfern des rechtsextremen Anschlags von 2016 gedachte. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hasan Leyla, dessen 14-jähriger Sohn Can damals getötet wurde. Das Turnier sollte an die verlorenen Leben erinnern und die anfängliche Fehleinschätzung des Verbrechens hinterfragen. Gleichzeitig markierte es den Auftakt der Vorbereitungen für die Gedenkfeiern zum zehnten Jahrestag 2026.
Der Anschlag von 2016 war zunächst als Amoklauf eines einzelnen, psychisch gestörten Täters eingestuft worden, bevor er später als politisch motivierter, rechtsterroristischer Akt anerkannt wurde. Zu den Opfern zählten Can Leyla, Armela Segashi, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Angehörige wie Hasan Leyla lehnten die frühe Darstellung ab und setzten sich für die Aufklärung der wahren Hintergründe ein.
Die Initiative München erinnert unterstützte das Turnier, das im Zeichen von Teilhabe und Erinnerung stand – nicht von Wettbewerb. Guiliano Kollmann, ein begeisterter Fußballer, wurde besonders gewürdigt, als sein ehemaliges Team die erste Ausgabe des Turniers gewann. Leyla wirbt nun um breitere Unterstützung für die Gedenkveranstaltung zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026.
Das Turnier bot Raum für Reflexion und Solidarität und sorgte dafür, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Mit dem nahenden Jahrestag unterstreicht Leylas Engagement die anhaltende Notwendigkeit von Wahrheit und Erinnerung. Die Veranstaltung stärkte zudem die Forderung nach einer korrekten Einordnung der rechtsextremen Motive des Anschlags.






