Fusionspläne zwischen zwei Kreissparkassen: Soltau bleibt skeptisch, Walsrode offen
Lotta BrandtFusionspläne zwischen zwei Kreissparkassen: Soltau bleibt skeptisch, Walsrode offen
Fusionsgespräche zwischen Kreissparkasse Soltau und Kreissparkasse Fallingbostel in Walsrode gehen weiter
Bei einem jüngsten Treffen am 19. Februar kamen Schlüsselpersonen zusammen, darunter die Vorstandsgremien und Aufsichtsräte beider Banken sowie der Landrat. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Aufbau von Vertrauensbeziehungen und die Analyse ähnlicher Fusionen in Deutschland.
Vertreter beider Institute tauschten sich aus, um Informationen zu teilen und mögliche Vorteile einer Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten zu prüfen. Die Kreissparkasse Walsrode zeigt sich offener für eine engere Zusammenarbeit. Die Kreissparkasse Soltau hingegen bleibt zurückhaltend und verweist auf ihre stabile finanzielle Lage sowie die laufenden Pläne für einen neuen Hauptsitz am Rühberg.
Eine Fusion käme nur mit Zustimmung mehrerer Gremien zustande: Neben den Aufsichtsräten der Banken müssten auch der Kreistag und die Landesaufsicht grünes Licht geben. Für die erste Jahreshälfte ist ein weiteres Treffen angesetzt, um den Stand der Dinge und die nächsten Schritte zu bewerten.
Fusionen im Sparkassensektor sind in Deutschland seit Jahrzehnten ein Trend Seit 1990 hat sich die Zahl der selbstständigen Sparkassen drastisch verringert – von 769 auf heute etwa 338. Treiber dieser Konsolidierung sind Kostendruck, die digitale Transformation und regulatorische Änderungen, insbesondere nach der Wiedervereinigung und im Rahmen des EU-Binnenmarkts.
Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Fusion der beiden Häuser steht noch aus. In den kommenden Monaten werden weitere Gespräche geführt, um den Vorschlag zu bewerten. Sollte die Fusion genehmigt werden, würde sie sich in die langjährige Entwicklung der Konzentration im deutschen Sparkassensektor einfügen.