Frühe Lämmerzeit in Döhle: 170 Neugeborene im Januar und kein Ende in Sicht
Lotta BrandtFrühe Lammzeit für Heidschnucken in Doehle - Frühe Lämmerzeit in Döhle: 170 Neugeborene im Januar und kein Ende in Sicht
Früher Start der Lämmerzeit in Döhle bei Egestorf
In diesem Jahr hat die Lämmerzeit in Döhle bei Egestorf früher als üblich begonnen. Die Schäfer Josefine Schön und Clemens Lippschuss sind bereits in der heißesten Phase des Jahres angekommen – seit Januar sind 170 Lämmer geboren worden. Mit ihrer Herde von 404 Tieren gehören sie zu den Ersten in der Lüneburger Heide, die jedes Jahr im Winter Nachwuchs begrüßen.
Der Januar ist für die Schäfer der Region stets der anstrengendste Monat. Schön und Lippschuss arbeiten im Schichtbetrieb, Tag und Nacht, um sicherzustellen, dass keine Geburt unbeaufsichtigt bleibt. Ihre Heidschnucken-Mutterschafe bringen täglich zwischen sieben und fünfzehn Lämmer zur Welt.
Bisher haben 130 Muttertiere gelammt, doch weitere 130 trächtige Schafe stehen noch bevor. Zwillingsgeburten sind häufig, in dieser Saison kamen auch Drillinge zur Welt. Die besten 18 Monate alten Böcke werden später zur jährlichen Auktion im Juli nach Muden/Örtze geschickt. Der frühe Beginn der Lämmerzeit entspricht dem Vorgehen anderer Schafhalter in Niedersachsen, etwa in den Landkreisen Lüneburg und Uelzen. Zu diesen regionalen Gruppen gehört auch die Herde von Thomas Döring, die in der Regel im Januar mit der Lämmerzeit beginnt – in Übereinstimmung mit den EU-Jagdregelungen für Wölfe aus dem Jahr 2023.
Die Schäfer werden ihre Rund-um-die-Uhr-Betreuung fortsetzen, bis alle Lämmer geboren sind. Mit bereits 170 Neuankömmlingen und weiteren auf dem Weg bleibt die Saison intensiv. Die kräftigsten Böcke werden schließlich zur Auktion gehen – ein weiterer Zyklus in der Schafzucht-Tradition der Region.
