Französisches Gericht verurteilt Angreifer des Journalisten Muhammad Mirzali zu Haftstrafen
Elias WernerFranzösisches Gericht verurteilt Angreifer des Journalisten Muhammad Mirzali zu Haftstrafen
Ein französisches Gericht hat sechs Männer wegen ihrer Beteiligung an einem Angriff auf den aserbaidschanischen Journalisten Muhammad Mirzali verurteilt. Der politisch motivierte Angriff ereignete sich im Juli 2023 und führte zu lebensbedrohlichen Verletzungen des Opfers, das 16- bis 17-mal erstochen wurde. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Angriff von einem Netzwerk von Personen organisiert wurde, das über mehrere Länder hinweg agierte. Emin Gasymov, der als Hauptangeklagter galt, erhielt die höchste Strafe von 30 Jahren Haft. Die fünf weiteren Beteiligten wurden zu Haftstrafen zwischen fünf und 28 Jahren verurteilt.
Die Entscheidung des Gerichts markiert einen wichtigen Schritt, um die Täter grenzüberschreitender Repression zur Verantwortung zu ziehen. Reporter ohne Grenzen begrüßte das Urteil als deutliches Signal an autoritäre Regime, die grenzüberschreitende Repression in Europa betreiben.
Die Organisation forderte Frankreich und die Europäische Union auf, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, um solche Fälle zu bekämpfen und Exil-Dissidenten zu schützen. Mirzalis Familie wurde aufgrund seiner Arbeit wiederholt eingeschüchtert und lebt unter ständigem Polizeischutz an einem geheim gehaltenen Ort. Mit dem Urteil wird ein klares Zeichen gegen grenzüberschreitende Gewalt gesetzt. Gleichzeitig bleibt die Forderung nach verbindlichen Schutzmaßnahmen für bedrohte Journalisten und Dissidenten in Europa bestehen.
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