Forscher entwickeln bahnbrechende Methode für sauberen Wasserstoff aus Sonnenlicht
Lotta BrandtForscher entwickeln bahnbrechende Methode für sauberen Wasserstoff aus Sonnenlicht
Forscher der Universität Sydney haben ein neues Verfahren zur Erzeugung von sauberem Wasserstoff mit Hilfe von flüssigen Metallen entwickelt. Die Methode gewinnt Wasserstoff sowohl aus Süß- als auch aus Salzwasser – und nutzt dabei ausschließlich Sonnenlicht. Damit umgeht sie viele der Herausforderungen, mit denen herkömmliche Verfahren kämpfen. Die in Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse könnten Australiens Rolle in der globalen Wasserstoffwirtschaft vorantreiben.
Das Team unter der Leitung von Dr. Luis Campos setzte flüssiges Gallium ein, um eine chemische Reaktion auszulösen, die bei Kontakt mit Wasser und Licht Wasserstoff freisetzt. Wenn Gallium mit Wasser reagiert, entsteht Galliumoxyhydroxid, und es wird Wasserstoffgas produziert. Dieses Oxyhydroxid lässt sich anschließend wieder in Gallium umwandeln, sodass das Material in einem kontinuierlichen Kreislauf wiederverwendet werden kann.
Anders als bei herkömmlichen Verfahren zur Wasserspaltung entfällt hier die Notwendigkeit von gereinigtem Wasser, und die Produktionskosten sinken. Klassische Methoden erfordern oft teure Katalysatoren und energieintensive Prozesse, doch das neue System kommt allein mit Licht und flüssigem Metall aus. Die Studie erreichte eine Spitzen Effizienz von 12,9 Prozent; derzeit wird an weiteren Leistungssteigerungen für den kommerziellen Einsatz gearbeitet.
Als nächsten Schritt plant das Team den Bau eines mittelgroßen Reaktors, um die Technologie im größeren Maßstab zu testen. Bei Erfolg könnte die Methode eine nachhaltigere und skalierbarere Wasserstoffproduktion ermöglichen – ein entscheidender Energieträger für eine kohlenstoffarme Zukunft.
Die Entdeckung stellt einen potenziellen Durchbruch in der sauberen Wasserstoffgewinnung dar, da sie Sonnenlicht und wiederverwendbare Materialien nutzt. Mit weiterer Entwicklung könnte die Technologie Australiens Position auf dem entstehenden Wasserstoffmarkt stärken. Der nächste Schritt besteht darin, das Verfahren hochzuskalieren, um seine Praxistauglichkeit zu bewerten.






