Flucht aus dem Krieg: Ein ukrainischer Vater kämpft in Hamburg um ein neues Leben

Hannah Böhm
Hannah Böhm
2 Min.
Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.Hannah Böhm

Bomben fallen in der Nähe des Kinderzimmers - Was tut der Krieg mit einem Vater? (Video) - Flucht aus dem Krieg: Ein ukrainischer Vater kämpft in Hamburg um ein neues Leben

Als im Februar 2022 Bomben in der Nähe seines Hauses in Kiew einschlugen, stand Iwan Wicharjew vor einer unmöglichen Entscheidung. Der Ingenieur und Vater von drei Kindern wusste: Er musste seine Kinder in Sicherheit bringen – egal, was es kostete. Ihre Flucht aus der Ukraine markierte den Beginn eines schwierigen neuen Lebens in Deutschland.

Iwan, seine Frau und ihre drei Kinder flohen aus Kiew, als der Krieg in der Ukraine eskalierte. Die Reise war entbehrungsreich, doch schließlich erreichten sie Hamburg, wo ihre jüngste Tochter geboren wurde. Die Ankunft in Deutschland brachte Erleichterung, doch die Herausforderungen waren damit längst nicht vorbei.

Arbeit zu finden, gestaltet sich schwierig. Trotz seiner Qualifikationen kämpft Iwan darum, einen festen Job zu bekommen. Das Gefühl, nicht für seine Familie sorgen zu können, lastet schwer auf ihm – manchmal fühlt er sich wie ein "Parasit". Doch seine größte Stärke – und Freude – schöpft er aus der Vaterrolle. Wenn er seine Kinder lachen und aufwachsen sieht, gibt ihm das Halt, selbst an den härtesten Tagen.

Der Krieg hat alles verändert. Früher hätte Iwan vielleicht Karriere oder Stabilität im Blick gehabt. Jetzt zählt nur noch eines: der Frieden und die Sicherheit seiner Kinder. Er wünscht sich, dass sie in Hamburg bleiben, fernab der Gefahren ihrer Heimat. Zwar fordert ihn das Vatersein täglich aufs Neue heraus, doch ein anderes Leben kann er sich nicht vorstellen.

Fürs Erste bleibt Iwans Familie in Hamburg, wo ihre Jüngste das Licht der Welt erblickte. Die Jobsuche geht weiter, doch sein Entschluss steht fest: die Kinder beschützen. Der Krieg hat ihm viel genommen – doch er hat ihm auch klargemacht, was wirklich zählt: Familie, Geborgenheit und eine Zukunft ohne Angst.