Festung Königstein verliert Besucher – doch internationale Gäste und Familienangebote boomen
Lotta BrandtBurg Koenigstein lockt mit Kanonendonner und Märchenfesten - Festung Königstein verliert Besucher – doch internationale Gäste und Familienangebote boomen
Festung Königstein, ein historisches Wahrzeichen in der Sächsischen Schweiz, verzeichnete 2024 mit 426.547 Besuchern einen Rückgang um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs bleibt die Anlage eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region – mit steigenden internationalen Besucherzahlen und einem erweiterten Angebot. Die Festung diente im Laufe der Geschichte als Burg, Kloster, Gefängnis und ist seit 1955 ein Freilichtmuseum.
Der Freistaat Sachsen hat seit 1991 fast 80 Millionen Euro in die Sanierung und Erhaltung der Festung investiert. Weitere 7 Millionen Euro sind bis 2027 für Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen. Die Mittel fließen in laufende Restaurierungsarbeiten sowie neue Ausstellungen, darunter die wiederhergestellten Räumlichkeiten des ehemaligen Bader-Chirurgen, die 2025 eröffnet werden sollen.
Die Festung bietet ein vielfältiges Programm für Familien, darunter die Veranstaltungen "Familien-Spiele-Festung", "Märchenfest" und "Kinderfest". Auch historische Erlebnisse wie "Militärleben" oder "Kanonendonner" locken Besucher an. Während die Gesamtbesucherzahlen 2024 sanken, verzeichnete der Weihnachtsmarkt sogar einen Zuwachs.
Für den Rückgang im vergangenen Jahr waren unter anderem das schlechte Wetter im Juli, die Sperrung einer Brücke in Bad Schandau sowie Bauarbeiten an der B 172 verantwortlich. Dennoch stieg der Anteil internationaler Gäste auf 37 Prozent (2023: 33 %). Die Festung war zudem Drehort für Filme wie "Königstein – Das Monstrum" (1991).
Die Festung Königstein entwickelt sich weiterhin als kulturelles und historisches Zentrum. Mit neuen Ausstellungen, laufenden Sanierungen und einer wachsenden Zahl internationaler Touristen bleibt sie ein zentraler Bestandteil des Erbes der Sächsischen Schweiz. Weitere Investitionen und Veranstaltungen sollen ihre Attraktivität in den kommenden Jahren sichern.
