FC Erzgebirge Aue steht vor dem Abstieg – eine Saison voller Krisen und Turbulenzen
Elias WernerFC Erzgebirge Aue steht vor dem Abstieg – eine Saison voller Krisen und Turbulenzen
FC Erzgebirge Aue erreicht das Finale im Sachsenpokal – doch der Abstieg in die Regionalliga droht
Mit einem 2:0-Sieg gegen den Chemnitzer FC hat der FC Erzgebirge Aue das Finale des Sachsenpokals erreicht. Der Erfolg kommt in einer von Turbulenzen geprägten Saison, die durch schlechte Ergebnisse und interne Umbrüche gekennzeichnet ist. Trotz des Pokaltriumphs steht der Verein vor dem fast sicheren Abstieg in die Regionalliga.
Die Saison nahm unter Trainer Christoph Dabrowski eine dramatische Wende, der Anfang April entlassen wurde. Sein Rauswurf folgte auf eine Serie von 11 Niederlagen und nur zwei Unentschieden. Kurz darauf trat auch Sportdirektor Michael Tarnat zurück und übernahm die Verantwortung für den sportlichen Zusammenbruch des Teams.
Die Probleme des Clubs reichen jedoch weiter zurück. einst bekannt dafür, in der 2. Bundesliga mit bescheidenem Budget über sich hinauszuwachsen, hat Aue in den letzten zehn Jahren 16 Trainerwechsel erlebt. Die Fans reagierten mit wachsender Frustration und starteten eine Petition für mehr Transparenz sowie eine außerordentliche Mitgliederversammlung.
Auf dem Platz blieb Stürmer Vincent Ocansey – eine Verpflichtung Tarnats – in zehn Einsätzen ohne Torerfolg. Mittelfeldspieler Marcel Bär bezeichnete die Situation öffentlich als "peinlich". Trotz des Chaos sicherte sich die Mannschaft den Finaleinzug im Sachsenpokal, wo sie am 23. Mai in der GGZ Arena auf den FSV Zwickau trifft.
Das Pokalfinale ist ein seltenes Lichtblick in einer von Niedergang geprägten Saison. Der Abstieg in die Regionalliga gilt mittlerweile als unvermeidbar, sodass der Verein sich nun grundlegenden Problemen stellen muss. Fans und Verantwortliche werden gespannt verfolgen, wie sich Aue auf das entscheidende Spiel und eine ungewisse Zukunft vorbereitet.






