25 April 2026, 18:34

Ex-Staatsanwalt wegen Amtsmissbrauchs nach eskalierter Vernehmung verurteilt

Offenes Buch mit dem Titel "Dissertation Juridica de Victore in Expensas Condemando" und sichtbarem Text, der auf Justizdokumente hindeutet.

Ex-Staatsanwalt wegen Amtsmissbrauchs nach eskalierter Vernehmung verurteilt

Ein ehemaliger Zürcher Staatsanwalt ist nach einem Kontrollverlust während einer Vernehmung im Jahr 2019 endgültig wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden. Der Fall betraf ein streitendes Paar, bei dem sein aggressives Verhalten rechtliche Konsequenzen und eine bedingte Geldstrafe nach sich zog.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorfall ereignete sich, als der für schwere Gewaltverbrechen zuständige Staatsanwalt ein Paar vernahm, das in einen häuslichen Streit verwickelt war. Während der Befragung soll er die beiden als "Kindergärtler" bezeichnet und sich mit der Anwältin der Frau angelegt haben. Die Frau beschrieb die Situation später als "demütigend" und forderte über 3.000 Franken Entschädigung – erhielt jedoch lediglich 105 Franken zugesprochen.

Das Zürcher Bezirksgericht sprach den Staatsanwalt des Amtsmissbrauchs schuldig. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 14.400 Schweizer Franken sowie eine zusätzliche Buße von 400 Franken. Ein Kollege kritisierte sein Verhalten als "unprofessionell" und voreingenommen, während die Anwältin der Frau ihm vorwarf, er habe sich "selbst wie ein Krimineller" benommen.

Der ehemalige Staatsanwalt legte zunächst Berufung gegen das Urteil ein, zog diese jedoch später zurück, wodurch die Verurteilung rechtskräftig wurde. Berichten zufolge soll es in seinem Büro bereits früher ähnliche Fehlverhalten gegeben haben.

Der Fall ist nun mit einem endgültigen Schuldspruch gegen den Ex-Staatsanwalt abgeschlossen. Die bedingte Strafe und das Gerichtsurteil setzen dem Punkt hinter ein Verfahren, das mit einer eskalierten Vernehmung begann. Die betroffene Frau erhielt im Vergleich zu ihrer ursprünglichen Forderung nur eine minimale Entschädigung.

Lesen Sie auch:

Quelle