EU-Asylreformen lösen scharfe Kritik deutscher Politiker aus
Die jüngsten Asylreformen der EU stoßen bei deutschen Politikern auf scharfe Kritik. Der Weltflüchtlingstag 2026 steht im Schatten verschärfter Regelungen im Rahmen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Filiz Polat, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, hat sich vehement gegen die Maßnahmen ausgesprochen.
Polat verurteilte die von der EU geplanten „Rückführungszentren“ für Geflüchtete. Diese Einrichtungen erinnerten sie an ein Abschiebesystem nach Vorbild von Trump. Ihrer Meinung nach droht die Politik, Flüchtlinge in Länder abzuschieben, zu denen sie keinerlei Bindung haben.
Das Europäische Parlament hatte kürzlich beschlossen, Flüchtlingsfamilien mit Kindern in Lagern außerhalb der EU-Grenzen unterzubringen. Christdemokraten, Konservative und rechtsextreme Fraktionen unterstützten den Vorstoß. Bundesinnenminister Dobrindt treibt die neuen Regelungen maßgeblich voran.
Polat warnt zudem, dass die harte Linie rechtsextremen Parteien in die Hände spiele. Stattdessen fordert sie mehr Anstrengungen bei der Integration und bessere Perspektiven für langfristig in Deutschland und Europa lebende Geflüchtete.
Die GEAS-Reform verschärft die Asylgesetze in der gesamten EU. Nach den neuen Bestimmungen könnten Flüchtlingsfamilien in Lagern außerhalb der Union inhaftiert werden. Die Maßnahmen haben eine Debatte über humanitäre Bedenken und politische Folgen ausgelöst.






