ESA setzt auf OKAPI:Orbits für präzisere Weltraumschrott-Analysen mit aktualisiertem MASTER-Modell

Elias Werner
Elias Werner
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Eine Abbildung einer Weltraumstation mit miteinander verbundenen Elementen, darunter ein Satellit, eine Satellitenschüssel, ein Gebäude, ein Fahrzeug, ein Laptop und andere Gegenstände, beschriftet mit "Satelliten-Bedrohungen und Bedrohungen."Elias Werner

ESA setzt auf OKAPI:Orbits für präzisere Weltraumschrott-Analysen mit aktualisiertem MASTER-Modell

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat das Unternehmen OKAPI:Orbits ausgewählt, um ihr Modell zur Verfolgung von Weltraumschrott zu modernisieren. Das neue Projekt wird das MASTER-Modell weiterentwickeln, das eine zentrale Rolle in der ESA-Initiative "Zero Debris" (Null Müll) spielt. Ziel ist es, die Sicherheit und Nachhaltigkeit zukünftiger Weltraummissionen angesichts der zunehmenden Überlastung der Erdumlaufbahnen zu verbessern.

Mit mehr als 14.500 aktiven Satelliten, die derzeit die Erde umkreisen, ist präzise Schrottmodellierung dringender denn je. Das aktualisierte System soll helfen, die Risiken zu steuern, während der Weltraumverkehr weiter wächst.

OKAPI:Orbits, ein Spin-off der Technischen Universität Braunschweig, wird die Entwicklung in Partnerschaft mit dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität leiten. Die TU Braunschweig bringt jahrzehntelange Expertise in der Weltraumschrottforschung mit und sorgt dafür, dass das Projekt auf fundiertem Wissen aufbaut.

Das verbesserte MASTER-Modell wird aktualisierte Daten zu Größe, Form und Materialveränderungen von Schrottteilen einbeziehen. Diese Überarbeitung zielt darauf ab, reale Bedingungen genauer abzubilden und so die Einschätzung von Kollisionsrisiken zu optimieren. Das Modell stellt bereits sicher, dass Objekte größer als ein Zentimeter während ihrer Betriebsdauer eine Kollisionswahrscheinlichkeit von weniger als 1 zu 1.000 aufweisen.

Neben der Verfeinerung von Kollisionsprognosen wird das Projekt die Rechenleistung steigern, um die wachsende Komplexität des Weltraumverkehrs zu bewältigen. Die Verbesserungen kommen sowohl institutionellen als auch kommerziellen Nutzern weltweit zugute. Die aktualisierten Richtlinien werden zudem helfen, dass zukünftige Missionen strengere Design- und Betriebsstandards einhalten – im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der ESA bis 2030.

Aktuell betreibt SpaceX rund 9.634 Starlink-Satelliten – die größte einzelne Konstellation –, während die Gesamtzahl der aktiven Satelliten 14.500 übersteigt. Diese überfüllte Umgebung macht fortschrittliche Schrottmodellierung für langfristige Weltraumoperationen unverzichtbar.

Das aktualisierte MASTER-Modell wird bessere Werkzeuge zur Kollisionsvermeidung und zur Reduzierung von Weltraumschrott bieten. Durch die Integration historischer und neuer Daten unterstützt es eine sicherere Missionsplanung und strengere Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele der ESA. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt zur Bewältigung der Herausforderungen in einem immer stärker frequentierten Weltraum.

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