24 January 2026, 02:30

Energiepreise steigen – während Gold und Euro in unsicheren Zeiten glänzen

Eine Liniengrafik, die einen abfallenden Trend bei den zukünftigen Ölimport-Erwartungen zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails bereitstellt.

Energiepreise steigen – während Gold und Euro in unsicheren Zeiten glänzen

Energiepreise und geopolitische Spannungen treiben die globalen Märkte diese Woche in die Höhe. Die Kosten für Gas und Öl sind stark gestiegen, während Anleger in sichere Werte wie Gold flüchteten. Unterdessen gehen die Verhandlungen über die Zukunft Grönlands weiter, nachdem ein kürzlich geschlossenes US-EU-Abkommen zwar Handelszölle abwendete, zentrale Streitfragen aber ungelöst blieb.

Die Gaspreise zogen deutlich an: Lieferverträge für Februar erreichten 40 Euro pro Megawattstunde – ein Plus von 4 Prozent. Sollte dieser Trend anhalten, könnten die Verbraucherpreise inklusive Steuern und Gebühren auf acht bis elf Cent pro Kilowattstunde steigen. Auch der Ölpreis folgte diesem Muster: Die Nordsee-Sorte Brent verbuchte ein Plus von 2,6 Prozent und kostete 65,75 Dollar pro Barrel.

An den Finanzmärkten stieg unterdessen der Goldpreis, da Anleger angesichts geopolitischer Risiken nach Stabilität suchten. Der Euro legte leicht zu und notierte bei 1,1762 Dollar, während der US-Dollar bei 0,8502 Euro stand. An der Frankfurter Börse gab es gemischte Entwicklungen: Die Aktien von SAP führten die Gewinne an, während Zalando und Adidas hinter den Erwartungen zurückblieben.

Auf diplomatischer Ebene laufen die Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA weiter. Ein am 22. Januar 2026 in Davos ausgehandeltes Rahmabkommen verhinderte US-Zölle, die eigentlich zum 1. Februar in Kraft treten sollten. Die Vereinbarung sieht ein US-Vetorecht bei Investitionen in Grönland vor, eine Neuverhandlung des Vertrages von 1951 sowie eine Ausweitung US-amerikanischer Militärstützpunkte – möglicherweise nach dem Vorbild von Guantánamo. Die Rolle der NATO in der arktischen Sicherheit würde gestärkt, während die Souveränität Grönlands formal unangetastet bliebe. Dennoch bleibt der langfristige Status des Territoriums ungewiss. Zwar hat US-Präsident Trump vorerst territoriale Ansprüche zurückgestellt, doch könnte er diese später wieder aufgreifen. Ein Modell ähnlich den britischen Souveränen Stützpunkten in Zypern wurde diskutiert, gilt aber als unwahrscheinlich. Unterdessen stocken die Friedensbemühungen in der Ukraine, da russische Angriffe und Gebietsforderungen anhalten.

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Die höheren Energiepreise könnten bald die Haushaltskassen belasten – die Gaskosten könnten auf bis zu elf Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Grönland-Verhandlungen sind zwar vorerst stabilisiert, werfen aber weiterhin Fragen nach dem Einfluss und der Militärpräsenz der USA auf. Die Märkte spiegeln unterdessen anhaltende Vorsicht wider, da sich die geopolitischen Spannungen nicht abschwächen.