25 May 2026, 02:13

Elterngeld in Gefahr: Sparpläne des Familienministeriums sorgen für Empörung

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Elterngeld in Gefahr: Sparpläne des Familienministeriums sorgen für Empörung

Familienministerium unter Druck: Sparpläne gefährden Elterngeld

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Im Rahmen der laufenden Haushaltsverhandlungen steht das Bundesfamilienministerium vor der Aufgabe, die Ausgaben zu kürzen. Wie aus Berichten hervorgeht, muss Ministerin Karin Prien (CDU) rund 350 Millionen Euro einsparen – dabei gerät insbesondere das Elterngeld in die Schusslinie. Die Pläne stoßen bereits jetzt auf scharfe Kritik von Politikern und Familienverbänden.

Die möglichen Kürzungen fallen in eine Phase ohnehin angespannter Haushaltsverhandlungen. Die Elterngeldzahlungen, die Eltern nach der Geburt als Lohnersatz erhalten, sind seit 2007 weitgehend unverändert geblieben. Gleichzeitig ist die Geburtenrate in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken – ein alarmierendes Signal angesichts der langfristigen demografischen Herausforderungen.

Die Reaktionen auf die Sparpläne sind eindeutig ablehnend. Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP, verurteilte die Idee scharf. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforums Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ für Familien. Auch die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) meldete sich zu Wort und warnte, solche Kürzungen würden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter erschweren und vor allem Frauen in ihrer Karriere benachteiligen.

Giffey verwies dabei auf die anhaltende Ungleichheit bei der Inanspruchnahme des Elterngelds: Noch immer seien 74 Prozent der Bezieherinnen Frauen. Statt die Leistungen zu kürzen, brauche es Reformen, um eine gerechtere Aufteilung zwischen den Partnern zu fördern, betonte sie. Das aktuelle System leiste einen wichtigen Beitrag, damit Eltern Kinderbetreuung und Beruf besser miteinander vereinbaren könnten.

Die geplanten Einsparungen würden das Budget des Ministeriums um 350 Millionen Euro entlasten. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, könnte dies das Elterngeld in einer Phase umgestalten, in der die Geburtenzahlen ohnehin rückläufig sind. Die Diskussion dreht sich nun darum, ob Reformen – oder eben Kürzungen – Familien in Deutschland besser unterstützen würden.

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