Einzigartige Kooperation: BBS III und LVZ Echem planen gemeinsame Landwirtschaftsausbildung
Lotta BrandtEinzigartige Kooperation: BBS III und LVZ Echem planen gemeinsame Landwirtschaftsausbildung
Die Stadt Lüneburg plant die Erweiterung des Johanneum-Gymnasiums und der örtlichen Feuerwehrwache. Dafür benötigt sie Flächen, die derzeit von der Berufsbildenden Schule III (BBS III) für praktische Ausbildungszwecke genutzt werden. Gleichzeitig plant das Landwirtschaftliche Bildungszentrum (LVZ) in Echem einen Neubau, für den bereits die Finanzierung gesichert ist – eine Chance für beide Einrichtungen.
Die BBS III nutzt bisher angrenzende landwirtschaftliche Flächen für ihre Praxisausbildung. Da die Stadt diese Flächen nun benötigt, prüft die Schule eine Kooperation mit dem LVZ Echem. Eine solche Zusammenarbeit wäre bundesweit einzigartig und würde Ressourcen sowie Fachwissen bündeln.
Das LVZ Echem bietet bereits praktische Ausbildungen in der Tierhaltung an, darunter einen Melkstand und Schweinezucht am Standort Wehnen. Das seit 1950 von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) geführte Zentrum umfasst 100 Hektar und legt besonderen Wert auf Tierschutz. Bei einer Partnerschaft könnten BBS III und LVZ gemeinsame Einrichtungen nutzen und Lehrgänge in der Landwirtschaft anbieten.
Die Kreisverwaltung steht bereits in Verhandlungen mit dem LVZ, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die BBS III begrüßt den Vorschlag und wird nach Abschluss der Planung ein detailliertes Ausbildungskonzept dem Schul- und Bildungsausschuss vorlegen. Die Kosten für einen Außenstandort werden zu einem späteren Zeitpunkt geklärt.
Eine Partnerschaft zwischen BBS III und LVZ Echem würde ein einzigartiges Modell für die landwirtschaftliche Ausbildung schaffen. Die Vereinbarung könnte der Region berufliche Bildungschancen eröffnen und Lüneburg gleichzeitig helfen, die benötigten Flächen zu sichern. Die endgültigen Entscheidungen hängen von weiteren Gesprächen und einer Kostenbewertung ab.
