Drohnen-Alarm in Niedersachsen: Dobrindts Schweigen und Cannabis-Streit eskalieren

Admin User
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Eine Hornisse auf dem Boden neben etwas Gras.

Drohnen-Alarm in Niedersachsen: Dobrindts Schweigen und Cannabis-Streit eskalieren

Drohnen-Vorfälle entwickeln sich zunehmend zu einem drängenden Problem – insbesondere in Niedersachsen. Lokale Politiker fordern dringend Gegenmaßnahmen. Gleichzeitig gerät Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wegen seiner Haltung zur Drohnenabwehr und jüngster Äußerungen zur Cannabis-Legalisierung in die Kritik.

Daniela Behrens, Innenministerin von Niedersachsen (SPD), zeigte sich unzufrieden mit Dobrindts Bemühungen im Umgang mit den Drohnen-Sichtungen. Sie stuft die Lage als akut ein und mahnt schnelles Handeln an. Besonders Niedersachsen ist in den vergangenen Monaten wiederholt von Drohnen-Eindringlingen betroffen gewesen.

Dobrindt selbst hat sich öffentlich noch nicht klar zur Drohnenabwehr positioniert. Stattdessen sorgten seine Aussagen zum deutschen Cannabis-Gesetz für Aufsehen. Er bezeichnete es kürzlich als ein 'richtig scheiß Gesetz' und machte es für die Drogenprobleme in Deutschland verantwortlich. Doch die Statistiken für 2024 zeigen einen deutlichen Rückgang um 34,2 Prozent bei drogenbedingten Straftaten. Fachleute wie der Suchtforscher Bernd Werse widersprechen Dobrindts Darstellungen und werfen ihm vor, sich nicht an Fakten zu halten.

Trotz der Forderungen aus den Kommunen bleibt Dobrindts Haltung zur Drohnenabwehr vage. Seine jüngsten Aussagen zur Cannabis-Legalisierung haben zudem für Kontroversen gesorgt, da Experten seine Behauptungen infrage stellen. Die Notwendigkeit wirksamer Maßnahmen gegen Drohnen-Einflüge bleibt weiterhin dringend – vor allem in Regionen wie Niedersachsen.