Drei Nordseehäfen stehen still: Verdi ruft zu massiven Warnstreiks auf
Lotta BrandtDrei Nordseehäfen stehen still: Verdi ruft zu massiven Warnstreiks auf
Warnstreiks legen diese Woche drei deutsche Häfen lahm
Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitsniederlegungen in Stade, Cuxhaven und Emden aufgerufen, die in dieser Woche rund 1.200 Beschäftigte betreffen werden. Mit den Streiks will die Gewerkschaft Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen bringen.
Die Aktionen beginnen am Mittwoch in Stade, gefolgt von Arbeitsniederlegungen in Cuxhaven und Emden am Donnerstag. Während dieser Zeit wird der kommerzielle Schleusenbetrieb vollständig eingestellt. Notdienste übernehmen lediglich unverzichtbare hoheitliche Aufgaben – in Stade und Cuxhaven gibt es dafür keine umfassende Vereinbarung.
Für Emden existiert eine eingeschränkte Notdienstregelung; dort ist zudem eine Kundgebung geplant. Am Donnerstag versammeln sich die Demonstranten um 9:00 Uhr an der Hochschule Emden/Leer. Von dort aus zieht der Protestzug zum Haupttor des Hafens, wo die Teilnehmer zwischen 10:00 und 10:15 Uhr eintreffen sollen.
Verdis Entscheidung, die Streiks zu verschärfen, folgt auf das Scheitern der Verhandlungen. Die Gewerkschaft hofft, mit den Arbeitskampfmaßnahmen die Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Die Streiks werden den Hafenbetrieb zwei Tage lang beeinträchtigen, eine Lösung des Konflikts ist noch nicht in Sicht. Rund 1.200 Mitarbeiter müssen mit vorübergehenden Arbeitsausfällen rechnen, während die Notdienste eingeschränkt bleiben. Der Ausgang der Kundgebung in Emden und der Streiks insgesamt könnte die nächsten Schritte im Tarifstreit bestimmen.
