Dobrindt lehnt Vorsorge gegen AfD-Zugang zu Geheimdienstdaten ab
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Befürchtungen über einen möglichen Machtzuwachs der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) zurückgewiesen. Gleichzeitig lehnte er Vorschläge ab, Vorsorgemaßnahmen einzuführen, um der Partei den Zugang zu sensiblen Sicherheitsinformationen zu verwehren, falls sie nach künftigen Wahlen an die Regierung kommt.
Dobrindt stellte die Sinnhaftigkeit von Warnungen vor worst-case-Szenarien infrage, die einen Einfluss der AfD auf die anstehenden Landtagswahlen betreffen. Solche Prognosen würden seiner Meinung nach unnötige Beunruhigung schüren, statt sich mit realen Risiken auseinanderzusetzen.
Zwar räumte er ein, dass Desinformation und koordinierte Einflusskampagnen – auch von ausländischen Akteuren – in sozialen Medien nach wie vor aktiv seien, doch betonte er, es gebe keine Belege für ernsthafte ausländische Einmischung in die Wahlen. Zudem verzeichnete er keinen spürbaren Anstieg verdächtiger Aktivitäten im Vorfeld der Abstimmungen.
Statt sich auf hypothetische Bedrohungen zu konzentrieren, forderte Dobrindt proaktive politische Strategien, um solche Szenarien von vornherein zu verhindern.
Die Äußerungen des Ministers fallen in eine Zeit, in der die Diskussionen über den wachsenden politischen Einfluss der AfD anhalten. Seine Haltung signalisiert zwar Vertrauen in die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen, unterstreicht aber auch die anhaltenden Sorgen über Online-Desinformation. Das Thema bleibt umstritten, während die Landtagswahlen näher rücken.






