DLG-Präsident erklärt den Grünen Deal der EU für gescheitert – und fordert radikale Wende

Admin User
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Ein dichter Wald mit zahlreichen Bäumen und üppiger Vegetation.

DLG-Präsident erklärt den Grünen Deal der EU für gescheitert – und fordert radikale Wende

DLG-Präsident Hubertus Paetow hat den Grünen Deal der EU-Kommission für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion scharf kritisiert und als gescheitert bewertet. Sein Vorwurf: Europa stehe vor einem Produktivitäts-, nicht vor einem Nachhaltigkeitsproblem. Stattdessen plädiert er für einen neuen Ansatz, der auf nachhaltiges Produktivitätswachstum setzt.

Paetow sieht in der bisherigen Ausrichtung des Grünen Deals auf Regulierung, Verzicht und Verhaltensänderungen ein Hindernis für Fortschritt. Er kritisiert den Rückbau von Umweltauflagen sowie die Rückkehr zu überholten flächenbezogenen Subventionen, die seiner Meinung nach zu zersplitterten Standards führen und sowohl der Natur als auch engagierten nachhaltigen Landwirten schaden.

Sein Vorschlag: ein Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigem Produktivitätswachstum. Dabei wird der klassische Produktivitätsbegriff um den ökologischen Ressourceneinsatz erweitert. Innovationen, die den Fortschritt vorantreiben, erwartet Paetow nicht von politischen Institutionen wie Berlin oder Brüssel, sondern von Unternehmen und Betrieben selbst.

Europa sieht Paetow zunehmend politisch, militärisch und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Zwar blieben zentrale Herausforderungen wie Ernährungssicherheit und Klimaschutz bestehen, doch gesellten sich neue Prioritäten hinzu – etwa die wirtschaftliche und militärische Widerstandsfähigkeit des Kontinents. Nach dem Scheitern des Grünen Deals biete sich der Landwirtschaft nun die Chance, ihre Zukunft ruhig und pragmatisch zu gestalten.