27 June 2026, 14:10

Dieter Nuhrs Femizid-Witze entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs Femizid-Witze entfachen Debatte über Satire und Verantwortung

Kabarettist Dieter Nuhr steht wegen Witzen in seiner jüngsten ARD-Sendung in der Kritik. Seine Äußerungen über Frauen und Femizide haben eine Debatte über die Grenzen der Satire entfacht. Der Rundfunksender rbb hat zwar reagiert, aber keine Konsequenzen für die Show gezogen.

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In seinem aktuellen Programm machte Nuhr mehrere umstrittene Aussagen. Er „scherzte“, Parklücken seien für Frauen zu klein. Zudem behauptete er, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau in Deutschland von einem Mann getötet werde, liege „beinahe bei null“.

Nuhr bestritt, dass es ein strukturelles Problem mit Femiziden gebe. Als „Sicherheitstipp“ riet er Frauen, ihre Partner vor intimen Beziehungen genau zu prüfen. Kritiker werfen ihm vor, der Witz sei weder geistreich noch tiefgründig, sondern verlagere die Schuld von Tätern auf die Opfer.

Femizide sind oft das Ergebnis langjähriger Gewalt, Kontrolle und Frauenfeindlichkeit. Nuhrs Comedy setzt Frauen häufig als Zielscheibe seiner Pointen ein. Öffentlich-rechtliche Sender verteidigen seine Arbeit mit dem Verweis auf künstlerische und satirische Freiheit. Der rbb nahm die Kritik zur Kenntnis, lehnte jedoch Maßnahmen gegen die Sendung ab.

Die Kontroverse zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen Humor und Verantwortung. Trotz öffentlicher Empörung bleiben Nuhrs Witze auf Sendung. Die Rundfunkanstalten bieten seiner Art von Comedy weiterhin eine Plattform – im Namen der Meinungsfreiheit.

Quelle