07 June 2026, 02:14

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Arbeitnehmer – Arbeitgeber sollen zahlen

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Pflicht-Rente für alle Arbeitnehmer – Arbeitgeber sollen zahlen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi betont, dass Arbeitgeber die Kosten mit tragen müssten, statt die Last allein den Beschäftigten aufzubürden.

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Fahimi fordert ein System, in dem betriebliche Renten als Zusatzvorsorge gemeinsam von Arbeitgebern finanziert werden. Sie verweist auf andere europäische Länder, wo verpflichtende Renteneinzahlungen oft 20 Prozent oder mehr betragen – mit einem höheren Arbeitgeberanteil. Aus ihrer Sicht sei der Vorschlag fair und notwendig.

Der DGB ist bereit, diese Renten für alle Beschäftigten branchenweit in Tarifverhandlungen zu regeln. Für Unternehmen ohne Betriebsratsvertretung schlägt Fahimi vor, Arbeitnehmer unter vereinfachten Bedingungen in bestehende Systeme einzubinden.

Konkrete Pläne für die verpflichtende betriebliche Altersvorsorge sollen bis Ende des Monats vorgelegt werden. Fahimi rechnet jedoch mit Widerstand, angesichts der aktuellen finanziellen und wirtschaftlichen Belastungen.

Würde der Vorschlag umgesetzt, erhielten Millionen Beschäftigte erstmals eine betriebliche Altersvorsorge. Arbeitgeber müssten sich beteiligen, was die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer verringern würde. Ziel des DGB-Plans ist es, Deutschland an die Rentenniveaus anderer europäischer Länder anzugleichen.

Quelle