05 April 2026, 00:48

Deutschland sucht nach Intels Rückzug dringend neue Chipinvestoren

Ein altes deutsches Aktienzertifikat mit einer Stadtansicht und gedrucktem Text über die Herkunft des Aktienzertifikats.

Deutschland sucht nach Intels Rückzug dringend neue Chipinvestoren

Deutschland wirbt um neue Halbleiterinvestitionen nach Intels Rückzug aus dem Europapark Magdeburg

Nach dem Aus von Intel in Magdeburg setzt Deutschland alles daran, neue Investoren für die Chipindustrie zu gewinnen. Das Land verfügt über ungenutzte Fördergelder und wirbt aktiv um koreanische Hersteller. Gerüchten zufolge könnte Samsung der nächste große Player sein, der in Europa expandiert – offizielle Pläne gibt es jedoch noch nicht.

Intels Entscheidung, das geplante Werk in Magdeburg nicht zu realisieren, war strategisch begründet und lag nicht an den deutschen Rahmenbedingungen. Dadurch blieben die Fördermittel unangetastet – eine Chance für andere Unternehmen. Unterdessen befindet sich eine deutsche Investorendelegation derzeit in Südkorea, um Regionen mit bestehenden oder geplanten Chipfabriken zu sondieren.

Trotz hoher Energie- und Arbeitskosten in Europa halten Unternehmen wie TSMC an ihren Investitionsplänen fest. Der taiwanesische Konzern hat bereits ein Designzentrum in Bayern eröffnet und verweist auf die starke Kundennachfrage. Subventionen dürften auch künftig eine Schlüsselrolle bei der Ansiedlung neuer Projekte spielen.

Deutschland kann in der Branche auf eine Erfolgsgeschichte verweisen: Unternehmen wie Infineon, Bosch und GlobalFoundries sind bereits vor Ort aktiv. Samsung, dessen Engagement für eine eigene Fabrik noch nicht bestätigt ist, ist über seine Tochter Harman in Europa präsent – diese hatte zuvor die ADAS-Sparte von ZF übernommen. Ähnlich wie in den USA geht der Konzern auch in Europa strategische Partnerschaften ein und sichert sich exklusive Vereinbarungen.

Die Spekulationen über Samsungs mögliche Pläne reichen von einer vollwertigen Fabrik bis hin zu kleineren Standorten für Verpackung oder Designunterstützung. Konkrete Schritte oder Verhandlungen für ein Chipwerk in Sachsen oder Sachsen-Anhalt sind jedoch bisher nicht öffentlich bekannt geworden.

Trotz Herausforderungen wie hoher Kosten bleibt Deutschland für Halbleiterhersteller attraktiv. Mit verfügbaren Fördermitteln und gezielter Ansprache koreanischer Unternehmen will das Land die Lücke schließen, die Intel hinterlassen hat. Ob es zu einer Einigung kommt, hängt von den Verhandlungen ab – die Voraussetzungen sind jedoch geschaffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
AKTUALISIERUNG

Chancellor Scholz Directs Samsung Outreach to Fill Intel's Gap

German Chancellor Olaf Scholz is personally engaging with Samsung Electronics to secure semiconductor investments following Intel's €30 billion project cancellation in Saxony-Anhalt. This high-level diplomatic push aims to position Germany as a strategic hub in the global chip race, building on Saxony's recent success in securing a €10 billion TSMC investment for a Dresden plant set to produce 40,000 wafers monthly from 2025.