Deutsche fürchten Deepfakes: 89 Prozent sehen Gefahr durch KI-Manipulationen
Elias WernerDeutsche fürchten Deepfakes: 89 Prozent sehen Gefahr durch KI-Manipulationen
Die Verbreitung von Falschinformationen und Deepfakes im Internet wird von der Mehrheit der Deutschen als ernstes Problem wahrgenommen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast neun von zehn Bürgern gezielt gestreute Desinformation bereits begegnet sind – und viele fordern klare Konsequenzen für die Verantwortlichen. Laut der Erhebung halten 89 Prozent der Deutschen Deepfakes für gefährlich. Besonders besorgniserregend: Nur 34 Prozent trauen sich zu, solche manipulierten Inhalte zuverlässig zu erkennen. Immerhin 20 Prozent sind sich sicher, bereits KI-generierte Deepfakes gesehen zu haben, während weitere 41 Prozent vermuten, damit in Kontakt gekommen zu sein. Als häufigstes Format für Deepfakes nennen die Befragten Videos.
Die Verbreitung von Falschinformationen ist weit verbreitet. 91 Prozent der Deutschen berichten, bereits auf gezielt gestreute Falschmeldungen gestoßen zu sein. Besonders häufig erreichen sie Inhalte zur US-Politik – 74 Prozent der Befragten gaben an, damit konfrontiert worden zu sein. Insgesamt stoßen 41 Prozent regelmäßig auf nicht überprüfbare Informationen im Netz.
Die Mehrheit fordert harte Maßnahmen: 87 Prozent sind der Meinung, dass Personen, die solche Inhalte bewusst weitergeben, rechtlich bestraft werden müssen. Noch deutlicher wird die Zustimmung bei den Erstellern von Desinformation – hier befürworten 84 Prozent Sanktionen. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Sorge vor digitaler Manipulation in der deutschen Bevölkerung. Gleichzeitig wird deutlich, dass viele Nutzer sich unsicher fühlen, Falschinformationen und Deepfakes zuverlässig zu identifizieren. Die Forderung nach rechtlichen Konsequenzen zeigt, wie dringend Lösungen für den Umgang mit gezielter Desinformation gesucht werden.






