Deutsche Autoindustrie verliert massiv Jobs – jede siebte Stelle gestrichen
Lotta BrandtDeutsche Autoindustrie verliert massiv Jobs – jede siebte Stelle gestrichen
Die deutsche Automobilindustrie steht vor massiven Arbeitsplatzverlusten. In den vergangenen sechs Jahren ist jede siebte Stelle in der Branche weggefallen – viele Beschäftigte blicken besorgt in die Zukunft.
Während in zahlreichen Sektoren Deutschlands Stellen abgebaut werden, ist die Automobilbranche besonders hart betroffen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) warnte bereits im Mai 2023 vor bis zu 225.000 möglichen Arbeitsplatzverlusten bis 2035. Diese Zahlen berücksichtigen noch nicht einmal die Pläne von Volkswagen, die globale Belegschaft um 100.000 Stellen – etwa 15 Prozent der Mitarbeiter – zu verringern.
Volkswagen hat die genauen Details der Umstrukturierung bisher nicht bestätigt. Medienberichten zufolge könnten jedoch vier deutsche Standorte – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – geschlossen werden. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.
Forschende wie Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, untersuchen die Folgen dieser Einschnitte. Tausende Automobilarbeiter sehen sich plötzlich mit großflächigen Entlassungen konfrontiert.
Die Herausforderungen für die Branche werden sich weiter verschärfen, da mit zusätzlichen Stellenstreichungen zu rechnen ist. Die geplanten Kürzungen bei Volkswagen und mögliche Werksschließungen erhöhen den Druck. Sowohl Beschäftigte als auch Expertinnen und Experten beobachten die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit.
