Dermapharm kauft eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft das Angebot
Hannah BöhmDermapharm kauft eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft das Angebot
Dermapharm startet Aktienrückkaufprogramm zur Stabilisierung des Kurses
Der Pharmaziekonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, um den Kurs seiner Aktie zu stützen. Das Unternehmen bot 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis. Der Schritt folgt auf Jahre der Stagnation nach einem Pandemie-Höchststand von 90 Euro.
Der deutsche Pharmahersteller ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. Der Kurs kletterte einst auf 90 Euro, getrieben von der Rolle des Unternehmens bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seither bewegt sich der Wert jedoch seit drei Jahren seitwärts.
Das Rückkaufprogramm zielte auf bis zu 4,3 Millionen Aktien ab – fast 8 Prozent des Gesamtbestands. Aktionäre reichten jedoch Angebote für rund 4,8 Millionen Papiere ein, sodass die Zuteilung nun anteilig erfolgen wird.
Zum Portfolio von Dermapharm zählen bedeutende Übernahmen wie Strathmann, Allergopharma, Arkopharma, C3 und Mucos. Die Gruppe besitzt zudem Anton Hübner, Euromed und hält eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Die Reimport-Tochter Axicorp steckt jedoch derzeit in Schwierigkeiten.
Mit dem Rückkauf will das Unternehmen den Aktienkurs nach langer Seitwärtsbewegung stützen. Der gebotene Preis von 42 Euro pro Aktie signalisiert Vertrauen in die finanzielle Lage. Die endgültige Zuteilung erfolgt nun im Verhältnis der eingereichten Angebote.






