Dehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne in Gastronomie und Hotellerie
Lotta BrandtDehoga warnt vor Jobverlusten durch Warkens Reformpläne in Gastronomie und Hotellerie
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat Bedenken gegen die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken geäußert. Der Verband warnt, dass Arbeitsplätze in der Gastronomie und Hotellerie gefährdet sein könnten, sollten die Vorschläge umgesetzt werden.
Geschäftsführerin Jana Schimke kritisierte Teile der Reform, insbesondere die Pläne für höhere Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung. Zudem lehnte sie einen zusätzlichen Zuschlag für Minijobber ab, durch den sich die Sozialabgabenbelastung im Gesundheits- und Pflegebereich von 13 auf 21 Prozent erhöhen würde.
Schimke forderte Entlastungen bei den Lohnkosten sowie Abbau von Bürokratie, Steuern und Abgaben für die Branche. Sie argumentierte, dass Arbeitgeber, die ihr Personal unfair behandelten, dieses schnell verlieren würden – ein Zeichen für die Wettbewerbsintensität des Sektors.
Auf Gewerkschaftsbedenken eingehend, wies sie Befürchtungen zurück, das neue Arbeitszeitgesetz könnte unbeabsichtigt zu 13-Stunden-Arbeitstagen führen, und bezeichnete diese als unbegründet. Warken hingegen plädierte für mutige Reformen und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.
Schimke äußerte zudem grundsätzliche Sorgen über den Zustand der sozialen Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Sie betonte die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs.
Die vorgeschlagenen Reformen stoßen beim Dehoga auf erhebliche Kritik. Höhere Kosten für Arbeitgeber und Änderungen bei den Minijob-Abgaben bleiben zentrale Streitpunkte. Der Verband besteht darauf, dass eine Verringerung der finanziellen Belastungen entscheidend sei, um Arbeitsplätze in der Branche zu sichern.






