Daryl Hannah bricht 30 Jahre Schweigen zu ihrer Beziehung mit John F. Kennedy Jr.
Noah WeberDaryl Hannah verteidigt ihre Darstellung - Daryl Hannah bricht 30 Jahre Schweigen zu ihrer Beziehung mit John F. Kennedy Jr.
Daryl Hannah hat sich erstmals nach fast 30 Jahren öffentlich zu ihrer Beziehung mit John F. Kennedy Jr. geäußert. Ihre Stellungnahme folgt auf die Veröffentlichung von Ryan Murphys umstrittenen Serie 'Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette'. Die Schauspielerin kritisierte die Darstellung ihrer Person in der Serie scharf und bezeichnete sie als 'vorsätzliche Verfälschung', die mit erfundenen Szenen gespickt sei.
Auch die Familie Kennedy verurteilte die Produktion. Mitglieder nannten sie eine ausbeuterische und fiktionalisierte Aufarbeitung privater Tragödien.
Hannah wies mehrere in der Serie aufgestellte Behauptungen zurück, darunter die Unterstellung, sie habe Kennedy zur Heirat gedrängt oder respektlose Bemerkungen über seine Mutter, Jacqueline Kennedy Onassis, gemacht. Zudem distanzierte sie sich von einer Szene, in der Kokainkonsum gezeigt wird, und betonte, sie habe noch nie Drogen genommen und sei auch nie auf Partys gewesen, auf denen solche Substanzen im Umlauf waren.
Jahrzehntelang hatte Hannah zu der Beziehung geschwiegen, in der Überzeugung, dass eine Reaktion auf Falschdarstellungen diesen nur noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen würde. Nun betont sie, ihr Schweigen sei kein Schuldeingeständnis gewesen, sondern eine Weigerung, sich mit Verzerrungen auseinanderzusetzen. Ihr Entschluss, nun doch Stellung zu beziehen, fällt in eine Zeit, in der die Serie das öffentliche Interesse an Kennedys Privatleben neu entfacht.
Die Kritik beschränkt sich nicht auf Hannah. Auch Jack Schlossberg, Kennedys Neffe und Enkel von Präsident John F. Kennedy, bezeichnete die Serie als 'grotesk'. Andere Familienmitglieder schlossen sich dieser Einschätzung an und warfen der Produktion vor, persönliche Tragödien für Unterhaltungszwecke zu vermarkten.
Hannahs Aussagen stellen die Erzählweise der Serie direkt infrage und widerlegen deren Darstellung ihrer Person und ihres Handelns. Die Einwände der Kennedy-Familie unterstreichen zusätzlich die Kontroverse um den Umgang der Serie mit historischen Persönlichkeiten. Die Debatte über die faktische Richtigkeit in dramatisierten Biografien hält an, während die Produktion weiter unter kritischer Beobachtung steht.