Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-TV
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlager-Szene, hat sich zur mangelnden Vielfalt in deutschen TV-Musikshows geäußert. Die Sängerin, die noch immer bis zu 60 Auftritte im Jahr absolviert, kritisierte kürzlich Produzenten dafür, stets dieselben Stars einzuladen. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der langjährige Schlagerformate wie das ZDF-Fernsehgarten-Festival oder die Goldene Schlagerparade fester Bestandteil des Programms öffentlich-rechtlicher Sender bleiben.
Frederics Karriere reicht bis in die frühen Tage des Schlagers zurück, doch in Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen war sie nie zu Gast. Sie betont, dass nicht die Moderatoren, sondern die Redaktionsteams schuld seien, die auf bewährte Namen setzten. Bereits 2018 sorgte sie für Schlagzeilen, als sie erklärte, sie werde Produzenten nicht schmeicheln, um TV-Auftritte zu ergattern.
Ihre jüngsten Aussagen richten sich gegen die sich wiederholenden Gästelisten in beliebten Formaten wie der Schlagerparade der Herzen oder Die Schlagerstars, die seit den 1990er-Jahren regelmäßig ausgestrahlt werden. Trotz ihrer Kritik stellt sie sich hinter Moderatoren wie Silbereisen oder Giovanni Zarrella und macht stattdessen die Produktionsentscheidungen verantwortlich. Parallel dazu bleibt sie weiter auf Tour – angetrieben von einer bescheidenen Rente und ihrer lebenslangen Leidenschaft für die Musik.
Schlager-TV ist in Deutschland nach wie vor ein Dauerbrenner: Sendungen wie die ZDF-Hitparade, die seit den 1980er-Jahren läuft, oder glamouröse Events mit Stars wie Peter Maffay ziehen weiterhin Publikum an. Doch Frederics Worte lenken den Fokus auf eine wachsende Debatte: Wie kann der Schlager neue Talente fördern?
Ihre Kritik wirft die Frage auf, nach welchen Kriterien Schlager-TV seine Gäste auswählt. Während Frederic selbst weiterhin auf der Bühne steht, unterstreicht ihre Abwesenheit in großen Shows die Branchenpraxis, auf etablierte Namen zu setzen. Die Diskussion könnte Produzenten dazu bringen, ihre Buchungspolitik zu überdenken.






