CSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Aussagen innerparteilichen Streit aus
Noah WeberCSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Aussagen innerparteilichen Streit aus
Die 24-jährige CSU-Politikerin Dorothee Bäder sorgte Ende Mai mit unerwarteten Äußerungen zur Studienförderung für Aufsehen. Ihre Aussagen kamen just in dem Moment, als die Koalition beschlossen hatte, den Wohnkostenzuschuss für BAföG-Empfänger von 380 auf 440 Euro anzuheben. Viele Studierende und Koalitionspartner zeigten sich überrascht von ihrer Haltung.
Bäders politische Laufbahn begann früh: Geboren 1978, trat sie mit 14 der Schülerunion bei und wurde mit 16 CSU-Mitglied. Sie studierte Politikwissenschaft in München, gefördert durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung. Mit 23 zog sie in den CSU-Vorstand ein, ein Jahr später wurde sie als jüngste Abgeordnete der CSU-Geschichte in den Bundestag gewählt.
Ihr akademischer Werdegang verlief nicht ohne Hindernisse. Nach einem Wechsel ans Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin stieß sie wegen ihrer politischen Ansichten auf Widerstand. Doch ihr Aufstieg in der Partei ging weiter.
Im Interview bezeichnete Bäder Studierende als „sehr privilegiert“ und bezeichnete Nebenjobs als „keine Tragödie“, da sie wertvolle Erfahrungen vermittelten. Zudem behauptete sie, die Regierungsfraktionen stünden der geplanten BAföG-Erhöhung nicht mehr hinterher – eine Aussage, die dem kürzlichen Koalitionsbeschluss zur Anhebung der Wohnkostenzuschüsse widersprach.
Die SPD reagierte umgehend und bekräftigte ihr Festhalten an der BAföG-Reform. Wie sich herausstellte, kam der Widerstand aus Bäders eigener Partei.
Ihre Äußerungen haben nun Unsicherheit über die Zukunft der BAföG-Finanzierung ausgelöst. Die vereinbarte Erhöhung steht plötzlich vor innerparteilicher Kritik. Studierende und politische Verbündete warten gespannt, wie sich der Streit weiterentwickelt.






