Corny Littmanns wildes Bühnenleben: 50 Jahre Theater zwischen Rebellion und Kultstatus

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Menschen sitzen auf Stühlen auf einer Bühne mit Namensschildern und Mikrofonen auf einem Tisch davor, während Zuschauer von Stühlen aus zusehen; ein Projektionsschirm und Beleuchtung an Stangen sind im Hintergrund sichtbar.

Theaterdirektor Corny Littmann feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum - Corny Littmanns wildes Bühnenleben: 50 Jahre Theater zwischen Rebellion und Kultstatus

Corny Littmann – 50 Jahre Bühnenjubiläum eines Theaterrebellen

Am 13. Januar feiert Corny Littmann, der bekannte Theaterregisseur, Schauspieler und Impresario, sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Der 1952 in Münster geborene Künstler prägt seit Jahrzehnten die Theaterszene an Hamburgs Reeperbahn – als schillernde Persönlichkeit, die mit mutigen Inszenierungen und ihrem Einsatz für LGBTQ+-Rechte Maßstäbe setzt.

Seine Laufbahn begann bereits in der Kindheit, als er in einer Schulaufführung von Ali Baba und die vierzig Räuber erstmals auf der Bühne stand. 1976 gründete er gemeinsam mit anderen Brühwarm, Deutschlands erstes offen schwules Theaterensemble, das ohne Mikrofone skurrile Szenen spielte. Sechs Jahre später folgte mit Gunter Schmidt die Tourneegruppe Familie Schmidt, deren provokante Show Deutsch, aufrecht, homosexuell für Furore sorgte.

1988 eröffnete Littmann zusammen mit Ernie Reinhardt das Schmidt Theater mit der Revue Sag „Bitte“ – und ich singe. Die legendäre Schmidt Mitternachtsshow, eine Mischung aus Varieté und Laientalent, wurde zum Kult – später sogar vom NDR bundesweit ausgestrahlt. 1991 erweiterten sie ihr Imperium mit Schmidts Tivoli, 2015 kam das intimere Schmidtchen hinzu. Neben der Bühne engagierte sich Littmann von 2003 bis 2010 als Präsident des FC St. Pauli und setzte sich für mehr Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community ein. Als Schauspieler und Regisseur glänzt er in Musicals, Schlager-Revuen und langjährigen Erfolgsstücken – oft in Rollen „gebrochener Charaktere“, die Tiefe und Komplexität ausstrahlen.

Littmanns halbes Jahrhundert auf der Bühne steht für Innovation und Aktivismus: vom Underground zum Mainstream. Sein Werk hat Hamburgs Kulturlandschaft geprägt, sein Jubiläum unterstreicht seinen anhaltenden Einfluss als Künstler und Vorkämpfer.