24 May 2026, 09:03

Coparmex warnt vor fatalen Folgen einer verkürzten Schulzeit in Mexiko

Coparmex kritisiert Kürzung des Schuljahres; warnt, dass die Maßnahme den Bildungsrückstand vertieft

Coparmex warnt vor fatalen Folgen einer verkürzten Schulzeit in Mexiko

Mexikos Arbeitgeberverband Coparmex lehnt Pläne zur Verkürzung des Schuljahres ab

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Die Confederación Patronal de la República Mexicana (Coparmex) hat sich gegen Regierungspläne ausgesprochen, das Schuljahr zu verkürzen. Die Organisation warnt, dass weniger Unterrichtszeit die Bildungschancen beeinträchtigen und unnötige Belastungen für Familien sowie die Wirtschaft mit sich bringen würde.

Coparmex betont, dass Bildung langfristige Planung, Stabilität und eine klare Vision erfordere. Die landesweite Schließung von Schulen sei verfrüht und inakzeptabel. Zudem stellt der Verband infrage, ob das Bildungsministerium (SEP) überhaupt die rechtliche Befugnis besitze, den Schulkalender ohne ordnungsgemäße Veröffentlichung oder Richtlinien zu ändern.

Die Arbeitgebervertretung unterstreicht, dass Bildung entscheidend für das nationale Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit sei. Angesichts der schlechten Ergebnisse Mexikos im PISA-Ranking 2022 – Platz 35 von 37 OECD-Ländern – warnt der Verband, dass eine weitere Schwächung des Systems das falsche Signal sende. Bereits jetzt leiden 19,4 Prozent der Bevölkerung unter Bildungsdefiziten, weshalb eine Reduzierung der Schulzeit riskant sei.

Coparmex erkennt zwar an, dass Kinder vor extremer Hitze geschützt werden müssen, fordert jedoch bessere Lösungen. Statt pauschaler Maßnahmen schlägt der Verband regionale Strategien vor, die gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und lokalen Behörden entwickelt werden. Besonders betroffen wären berufstätige Mütter: 17,7 Millionen Frauen sind auf Schulen als Kinderbetreuung angewiesen, während sie gleichzeitig ihrem Job nachgehen.

Der Verband warnt davor, dass administrative Entscheidungen ohne fundierte fachliche Grundlage die Bildung opfern könnten. Gefragt seien stattdessen verantwortungsvolle Politiken, die auf Expertise und Zusammenarbeit basieren – und nicht auf überstürzten Änderungen.

Coparmex fordert die Behörden auf, die Pläne zur Verkürzung des Schuljahres zu überdenken und Alternativen zu prüfen. Bildung müsse Priorität haben, mit Lösungen, die sowohl Schüler als auch berufstätige Familien schützen. Ohne sorgfältige Planung drohe der Schritt, bestehende bildungs- und sozialpolitische Probleme weiter zu verschärfen.

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