25 January 2026, 06:24

Commerzbank schließt 100 Filialen und setzt auf KI-Assistenten für die digitale Zukunft

Eine Grafik, die den Kernbereich der Geschäftsmission eines Unternehmens zeigt, mit farbigen Blöcken, die verschiedene Arten von Sicherheitssystemen darstellen, die mit Begriffen wie "Sicherheitsmanagement", "Dokumentenmanagement" und "Geschäftsleistungen" beschriftet sind und von hellblau bis dunkelblau reichen.

Deutsche Bank setzt auf KI und reduziert weiter das Filialnetz - Commerzbank schließt 100 Filialen und setzt auf KI-Assistenten für die digitale Zukunft

Commerzbank treibt digitale Wende voran und baut Filialnetz weiter ab

Die Commerzbank beschleunigt ihre digitale Transformation und reduziert gleichzeitig ihre physische Präsenz. Bis 2026 sollen rund 100 weitere Filialen geschlossen werden, sodass noch etwa 650 Standorte in Deutschland übrig bleiben. Parallel führt die Bank noch in diesem Jahr einen KI-gestützten virtuellen Assistenten ein, der Kundenanfragen bearbeiten und die Nutzung der Banking-App fördern soll.

Die jüngste Welle von Filialschließungen folgt auf frühere Konsolidierungen und zielt darauf ab, das Netzwerk besser an die aktuelle Nachfrage anzupassen. Während komplexe Dienstleistungen wie Hypothekenberatung oder Anlageplanung weiterhin vor Ort angeboten werden, sollen Routinefragen zunehmend vom neuen KI-Assistenten übernommen werden. Das Tool, dessen Start für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant ist, wird Nutzer durch die App führen und häufige Anfragen beantworten.

Mit dem Ausbau der digitalen Services wird sich auch der Personalbedarf anpassen – allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Stattdessen setzt die Bank auf natürliche Fluktuation, um den Personalabbau zu steuern. Gleichzeitig arbeitet die Commerzbank daran, die Zahl der aktiven App-Nutzer unter ihren 19 Millionen Privatkunden in Deutschland zu erhöhen.

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Kooperationen spielen eine zentrale Rolle in der Strategie der Bank. Sie hat Partnerschaften mit PayPal für das Cash-Management und Auszahlungen geschlossen, mit Finexity, um Investmentplattformen für Regionalbanken wie die Sparkassen zu unterstützen, und mit Coinbase, um das Handelsangebot für Aktien und ETFs auszubauen. Claudio de Sanctis, das für Privatkunden zuständige Vorstandsmitglied, betont zwar, dass Filialen für bestimmte Dienstleistungen unverzichtbar bleiben – doch digitale Lösungen sollen zunehmend Standardaufgaben übernehmen.

Am Ende wird die Commerzbank zwar über weniger Filialen verfügen, dafür aber ein stärkeres digitales Angebot vorweisen können. Der KI-Assistent und die erweiterten App-Funktionen sollen die Kundeninteraktion vereinfachen, während die Partnerschaften mit PayPal, Finexity und Coinbase das Dienstleistungsspektrum erweitern. Die Bank bleibt darauf fokussiert, Effizienz mit persönlicher Beratung bei komplexen Finanzfragen in Einklang zu bringen.