Chaos beim Fußballspiel: Pyrotechnik, Hitlergrüße und zwölf verletzte Polizisten
Lotta BrandtChaos beim Fußballspiel: Pyrotechnik, Hitlergrüße und zwölf verletzte Polizisten
Ein Fußballspiel zwischen Sparta Lichtenberg und BFC Dynamo in Rummelsburg ist am Samstag in gewalttätigen Ausschreitungen eskaliert. Neben Angriffen auf Einsatzkräfte und dem Einsatz von Pyrotechnik kam es auch zu strafrechtlich relevanten Vorfällen, die nun ermittelt werden. Die Ausschreitungen begannen während der Partie, als Fans beider Vereine Flaschen, Pyrotechnik und andere Gegenstände warfen. Vier Personen wurden vorläufig festgenommen, nachdem sie sich wegen schwerer Verstöße gegen die öffentliche Ordnung verantworten mussten. Später wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem Strafanzeigen gestellt worden waren.
Gegen 16:40 Uhr unterbrach der Schiedsrichter das Spiel aufgrund der anhaltenden Unruhen. Rund 150 Polizeibeamte, unterstützt von Einheiten der Bundespolizei, waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Erst um 17:55 Uhr konnte die Begegnung unter starkem Polizeischutz fortgesetzt werden. Neben den vier Festnahmen müssen sich zwei BFC-Dynamo-Fans nun wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole verantworten – ihnen wird vorgeworfen, den Hitlergruß gezeigt zu haben.
Die Bilanz der Ausschreitungen ist schwerwiegend: Zwölf Beamte wurden verletzt, wenn auch niemand stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Auch Unbeteiligte, darunter ein Kind und ein Ordner, kamen zu Schaden. Das Spiel endete schließlich als eine der chaotischsten Begegnungen der Saison. Die Ereignisse in Rummelsburg zeigen erneut, wie schnell Fußballspiele in Gewalt umschlagen können. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, während die Verantwortlichen der Vereine und des Verbandes nun über Konsequenzen entscheiden müssen. Die Zahl der Verletzten und die Schwere der Vorfälle werfen Fragen nach präventiven Maßnahmen für künftige Spiele auf.






