24 March 2026, 22:13

CDU-Politikerin warnt: Schulen gefährden Kinder durch Online-Fotos

Schwarz-weißes Foto von Kindern, die vor einer Vorhangwand posieren, mit dem Text "1930er Kinder-Schule" unten.

CDU-Politikerin warnt: Schulen gefährden Kinder durch Online-Fotos

Eine CDU-Abgeordnete in Niedersachsen hat Bedenken hinsichtlich der Risiken geäußert, die mit der Veröffentlichung von Kinderfotos im Internet verbunden sind. Laura Hopmann warnt, dass Schulen und Kitas Minderjährige digitalen Gefahren aussetzen könnten, indem sie identifizierbare Bilder auf öffentlichen Plattformen teilen. Nun fordert sie klarere Regeln zum Schutz der Privatsphäre von Kindern im gesamten Bundesland.

Hopmann argumentiert, dass die Veröffentlichung einzelner Fotos von Kindern diese anfällig für Missbrauch macht – etwa durch Manipulation mit KI oder Ausbeutung durch Täter. Sie widerspricht der Behauptung des Bildungsministeriums, solche Veröffentlichungen seien "zunehmend selten", und verweist darauf, dass es keine aktuellen offiziellen Daten dazu gibt, wie viele Einrichtungen noch immer solche Bilder verbreiten.

Die Politikerin lehnt auch den Vorschlag ab, stattdessen KI-generierte Bilder zu nutzen, da diese Systeme auf echten Fotos basieren. Stattdessen ruft sie Schulen und Kitas dazu auf, ihre Arbeit – etwa Projekte oder Aktivitäten – zu präsentieren, ohne dabei die Gesichter von Kindern zu zeigen.

Das Bildungsministerium reagierte mit dem Hinweis, dass Einrichtungen kritisch prüfen sollten, ob die Veröffentlichung identifizierbarer Bilder wirklich notwendig sei. Es verweist auf die Risiken digitaler Gewalt, den Missbrauch von Bildmaterial und langfristige Bedrohungen der Privatsphäre. Hopmann besteht jedoch darauf, dass ohne einheitliche Landesrichtlinien überlastetes Personal kaum sichere Entscheidungen treffen könne.

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Sie betont, dass unklare Vorgaben zusätzliche Belastungen für Leitungskräfte darstellen, die ohnehin bereits mit vielfältigen Aufgaben kämpfen. Eine einheitliche Strategie, so Hopmann, würde dringend benötigte Klarheit schaffen und den Schutz der Kinder verbessern.

Ihre Forderung nach strengeren Regelungen kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen um die digitale Sicherheit von Kindern wachsen. Ohne aktuelle Statistiken oder klare Vorgaben könnten Schulen und Kitas weiterhin Fotos veröffentlichen, die die Privatsphäre von Kindern gefährden. Die Debatte dreht sich nun darum, ob das Land verbindliche Maßnahmen ergreifen wird, um das Problem zu lösen.

Quelle