CDU-Politiker attackiert EU-Gehaltsrichtlinie als "überflüssige Bürokratie"
Hannah BöhmCDU-Politiker attackiert EU-Gehaltsrichtlinie als "überflüssige Bürokratie"
Ein CDU-Politiker hat die neue EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz als überflüssige Bürokratie kritisiert. Die Regelungen würden Unternehmen belasten, ohne einen echten Mehrwert zu schaffen, so die Argumentation. Ziel der Richtlinie ist es, gleiche Bezahlung für Männer und Frauen bei gleicher Arbeit durchzusetzen.
Laut der Richtlinie müssen Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Doch auch kleinere Betriebe, darunter solche mit nur acht Mitarbeitern, wären von neuen Auflagen betroffen. Selbst ein Bäcker mit wenigen Angestellten müsste dann Zusatzleistungen wie Reisekostenerstattungen oder Boni bei Lohnvergleichen berücksichtigen.
Vorgesehen ist zudem, dass Firmen auf individuelle Anfragen zu Gehaltsdaten reagieren müssen. Der Politiker warnte vor einer „Flutwelle an Bürokratie“, die Unternehmen mit zusätzlicher Dokumentation und Transparenzprüfungen überziehen würde. Deutschland verfüge bereits über Gesetze zur Lohngleichheit – für Kritiker wirkt der EU-Vorstoß daher überflüssig.
Der CDU-Vertreter stellte infrage, ob die Richtlinie tatsächlich für mehr Gerechtigkeit sorgen werde. Stattdessen würde sie das Wachstum hemmen, indem sie Unternehmen in Papierkram ertränke. Seine Forderung: Europa solle sich auf wirtschaftliche Expansion konzentrieren, statt die Regulierung auszubauen.
Die Zukunft der Richtlinie bleibt ungewiss, doch ihre Gegner sehen darin eine teure Ablenkung. Bei einer Umsetzung wäre sie für Tausende Unternehmen in der EU verbindlich. Kritiker beharren darauf, dass die Vorschriften kaum etwas zur Schließung der Lohnlücke beitragen, während sie die administrative Last deutlich erhöhen.






