07 April 2026, 00:19

Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Was sich seit April 2024 geändert hat

Gruppe von Menschen um ein Auto mit einer "Legalisiere Cannabis Irland"-Plakette versammelt, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Was sich seit April 2024 geändert hat

Cannabis in Deutschland: Seit 1. April 2024 für den privaten Gebrauch legal

Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland für den Eigenbedarf legal. Seither dürfen Erwachsene bis zu drei Pflanzen zu Hause anbauen und kleine Mengen in der Öffentlichkeit mitführen. Das neue Gesetz hat zudem zur Gründung lizenzierter Anbauvereine geführt – besonders in Berlin.

Nach den neuen Regelungen dürfen Volljährige bis zu 25 Gramm Cannabis in der Öffentlichkeit besitzen und bis zu 50 Gramm zu Hause lagern. In Berlin gibt es bereits 11 zugelassene Anbauvereine, sieben weitere Anträge werden derzeit geprüft. Diese Vereine unterliegen strengen Auflagen: Werbung ist verboten, und Informationen dürfen nur an Mitglieder weitergegeben werden.

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Die Green Leaf Society, einer der größten Vereine Berlins, erntet und verteilt monatlich zwischen zwei und drei Kilogramm Cannabis an ihre 200 Mitglieder. Die Vorsitzende Jana Halbreiter überwacht den Anbau von bis zu zehn verschiedenen Sorten. Vereine wie ihrer müssen detaillierte Aufzeichnungen über alle erwachsenen Mitglieder führen und die Daten – wie gesetzlich vorgeschrieben – jahrelang speichern.

Trotz der Legalisierung bleiben Herausforderungen bestehen. Der Schwarzmarkt floriert weiterhin, und die Online-Bestellungen von medizinischem Cannabis sind stark angestiegen. Die Einfuhren von medizinischem Cannabis stiegen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 um über 400 Prozent.

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat ein reguliertes System für den privaten Konsum und Anbau geschaffen. Lizenzierte Vereine bieten nun eine legale Alternative zum Schwarzmarkt, auch wenn strenge Dokumentationspflichten und Werbeverbote bestehen bleiben. Der deutliche Anstieg der medizinischen Importe deutet darauf hin, dass die Nachfrage über den Freizeitkonsum hinausgeht.

Quelle