Bundesregierung schafft Usicamm ab – was kommt auf Lehrer in Mexiko zu?
Elias WernerBundesregierung schafft Usicamm ab – was kommt auf Lehrer in Mexiko zu?
Die Bundesregierung plant die Abschaffung der Einheit für das Lehrerkarrieresystem (Usicamm) bis zum Jahr 2025. Diese Entscheidung wurde gemeinsam von Innenministerin Rosa Icela Rodríguez, Bildungsminister Mario Delgado und dem Generaldirektor des ISSSTE, Martín Batres, vorgestellt und markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Verwaltung von Lehrerkarrieren in Mexiko.
Die Usicamm war seit ihrer Gründung im September 2019 unter dem Dach des Bildungsministeriums (SEP) für zentrale Personalentscheidungen wie die Auswahl, Einstellung, Beförderung und Versetzung von Lehrkräften verantwortlich. Die Usicamm geriet in der Vergangenheit wegen mangelnder Kontrolle in die Kritik. Experten warnten, dass schwache Regularien das Risiko von Korruption und einem inoffiziellen Handel mit Lehrstellen erhöhten. Diese Probleme führten dazu, dass die Nationale Koordinationsstelle der Bildungswerkenden (CNTE) die Abschaffung der Einheit forderte.
Um eine Lösung zu erarbeiten, wird eine Arbeitsgruppe am 15. Juni einen Reformvorschlag für ein neues System vorlegen. Die Regierung betont, dass die geplante Reform die Transparenz bei der Verwaltung von Lehrerkarrieren deutlich verbessern soll. Gleichzeitig äußern Kritiker wie Marco Fernández und Erik Avilés Bedenken: Ohne ein robustes Ersatzsystem könnte es zu einer Rückkehr alter, problematischer Praktiken kommen – etwa einem Schwarzmarkt für Lehrstellen.
Der Übergangsplan, den die Minister und der ISSSTE-Generaldirektor präsentierten, soll sicherstellen, dass der Umbruch geordnet verläuft. Ob das neue Modell tatsächlich die Fehler der Vergangenheit vermeidet, wird sich jedoch erst nach Vorlage des konkreten Vorschlags der Arbeitsgruppe zeigen. Die Abschaffung der Usicamm stellt einen zentralen Schritt in der Bildungsreform dar, der sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Während die Regierung auf mehr Transparenz und Effizienz setzt, bleibt abzuwarten, wie das geplante System Korruptionsrisiken langfristig eindämmen und die Personalprozesse im Bildungssektor fairer gestalten wird.
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