08 April 2026, 02:13

Bühnenbauer bei 36 Stage XL klagen über prekäre Arbeitsbedingungen und unsichere Verträge

Zwei Männer in Anzügen stehen nebeneinander mit ernsten Gesichtern und werben für ein Spektakelkonzert.

Bühnenbauer bei 36 Stage XL klagen über prekäre Arbeitsbedingungen und unsichere Verträge

Beschäftigte des Berliner Bühnenbauunternehmens 36 Stage XL erheben schwere Vorwürfe gegen Arbeitsbedingungen

Arbeiter:innen bei 36 Stage XL, einem Berliner Unternehmen, das auf Bühnenbau für große Veranstaltungsorte spezialisiert ist, haben ernste Bedenken hinsichtlich ihrer Beschäftigungsverhältnisse geäußert. Sie berichten von unvorhersehbaren Schichtplänen, finanzieller Unsicherheit und unsicheren Arbeitsumfeldern. Als Reaktion haben sie sich in der basisdemokratischen Gewerkschaft FAU (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union) organisiert, um Verbesserungen durchzusetzen.

Zwei Mitarbeiter, Vojta C. und Germán García, schilderten die anhaltenden Probleme im Unternehmen. Vojta C., ursprünglich als Bühnenarbeiter auf Minijob-Basis eingestellt, erhielt nach einer Auseinandersetzung um ausstehende Löhne kaum noch Arbeitseinsätze. García hingegen arbeitete auf Basis eines befristeten Vertrages – ohne garantierte Schichten oder Sozialversicherungsschutz.

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Beide Beschäftigten wiesen zudem auf Sicherheitsrisiken und mangelnde Schulungen hin. Ihre Erfahrungen veranlassten Kolleg:innen, eine betriebliche Gruppe innerhalb der FAU zu gründen. Die Gewerkschaft startete daraufhin eine Online-Kampagne unter dem Titel "Stage Workers United", die über Arbeitsrechte und Arbeitsschutz informiert.

Die FAU ging noch einen Schritt weiter und ließ ein Rechtsgutachten erstellen, um die Rechtmäßigkeit der Arbeitsverträge bei 36 Stage XL zu prüfen. Zwar behauptet das Unternehmen, es arbeite an Lösungen für mehr Planbarkeit, faire Bezahlung und Sicherheit, verweigert bisher jedoch Verhandlungen mit der Gewerkschaft. Die Beschäftigten sehen nun rechtliche Schritte als mögliches letztes Mittel.

Trotz der prekären Bedingungen in der Branche bewertet die FAU den Entschluss der Arbeiter:innen, sich zu organisieren und öffentlich zu Wort zu melden, als bedeutenden Erfolg.

36 Stage XL hat die Kritik zwar zur Kenntnis genommen, steht aber noch nicht in offiziellen Gesprächen mit der FAU. Die Beschäftigten fordern weiterhin fairere Verträge, bessere Sicherheitsstandards und verlässliche Arbeitszeiten. Sollte es keine Einigung geben, könnte es zu juristischen Schritten kommen, um ihre Rechte durchzusetzen.

Quelle