Brendan Lemieux: Vom Problemfall zum Playoff-Hoffnungsträger beim HC Davos
Elias WernerBrendan Lemieux: Vom Problemfall zum Playoff-Hoffnungsträger beim HC Davos
Brendan Lemieux hat seine Karriere beim HC Davos nach einem holprigen Start gewendet. Der Stürmer, der einst für seinen aggressiven Spielstil kritisiert wurde, beweist nun mit starken Leistungen seinen Wert. Seine jüngste Form hat sogar Lob von Cheftrainer Josh Holden eingeholt, der in ihm eine wertvolle Stütze für die Playoffs sieht.
Lemieux wechselte im Dezember 2024 unter Skepsis zum HC Davos. Bekannt für sein körperbetontes Spiel, brachte er eine umstrittene Vergangenheit mit – darunter eine fünftägige Sperre in der NHL für das Beißen in die Hand eines Gegners und ein kürzlich verhängtes vierspieliges Verbot, nachdem er in einem Playoff-Spiel im April einen Linienrichter geschlagen hatte. Seine Statistiken spiegelten ebenfalls seinen kämpferischen Charakter wider: 62 Schlägereien und 924 Strafminuten in 452 Spielen der NHL und AHL, bei nur 74 Toren.
Doch in Davos hat Lemieux einen Wandel vollzogen. In den letzten 15 Tagen erzielte er in drei Spielen vier Tore und sammelte dabei lediglich vier Strafminuten. Seine verbesserte Disziplin und Produktivität halfen dem Team, trotz Verletzungen wichtiger Spieler konkurrenzfähig zu bleiben. Holden steht weiterhin hinter ihm und bezeichnet Lemieux als einen Spieler, der "Biss" mitbringt – eine Mischung aus körperlicher Präsenz und emotionaler Intensität –, die in Meisterschaftskämpfen entscheidend sein könnte.
Für diejenigen, die seine Herkunft kennen, kommt Lemieux' Wandlung kaum überraschend. Sein Vater, Claude Lemieux, war als gefürchteter "Enforcer" in der NHL mit 2.306 Strafminuten und vier Stanley-Cup-Siegen bekannt. Nun scheint der jüngere Lemieux entschlossen, sein eigenes Erbe zu schaffen – und zu beweisen, dass er mehr als nur Strafminuten zu bieten hat.
Lemieux' jüngste Auftritte haben die anfänglichen Zweifler zum Schweigen gebracht. Mit seinem Torinstinkt und kontrollierter Aggressivität entwickelt er sich zu einer verlässlichen Kraft für den HC Davos. Das Team wird nun auf ihn zählen, wenn es in den Playoffs weiter vorstoßen will.






