06 May 2026, 16:14

Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kreativviertel

Detailierte Stadtkarte mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, einschließlich Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großen Hofs zu lebendigem Kreativviertel

Der Großer Hof in Braunschweig steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Jahrzehntelang hat sich das Viertel seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg kaum verändert – nun dringt eine grundlegende Erneuerung. Bereits am kommenden Dienstag stimmt der Stadtrat über einen Beschluss ab, der die komplette Neugestaltung des Quartiers einleiten soll.

Derzeit prägt das Gebiet architektonische Mängel und ein Mangel an Lebendigkeit. Zwei Schulen wurden geschlossen, Parkplätze dominieren das Bild – der Eindruck überwiegt, dass hier mehr Autos als städtisches Leben zu finden sind. Diese Missstände haben die Stadt zum Handeln gezwungen.

Die Umgestaltung orientiert sich an einem preisgekrönten Entwurf eines Hamburger Architekturbüros, das 2024 den Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ für sich entschied. Das Konzept sieht unter anderem ein autoreduziertes Kreativviertel, neue Wohngebäude und eine Quartiersgarage vor. Zudem entstehen Räume für die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen sowie Flächen für die Kreativwirtschaft. Ergänzt wird das Projekt durch soziale Infrastruktur und aufgewertete Grünflächen.

Die Finanzierung des 60-Millionen-Euro-Vorhabens soll über das Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ erfolgen. Braunschweig stellt bereits 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bereit, der Rest soll aus Fördergeldern für Stadtentwicklung von Bund und Land kommen. Bei einer Zustimmung würde das Gebiet offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt.

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Die Abstimmung nächste Woche entscheidet über die Zukunft des Großer Hof. Bei einem positiven Votum entsteht hier ein modernes Viertel mit Wohnraum, Kulturangeboten und nachhaltiger Gestaltung. Die Stadt will aus einer brachliegenden Fläche einen lebendigen Teil Braunschweigs machen.

Quelle