13 April 2026, 04:15

Brandenburgs Bildungskrise: CDU und BSW streiten über Verantwortung für Lehrkräftemangel

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Bildungskrise: CDU und BSW streiten über Verantwortung für Lehrkräftemangel

In Brandenburg ist ein politischer Streit über den sich verschärfenden Lehrkräftemangel entbrannt. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht die früheren Personalabbaumaßnahmen der SPD-BSW-Regierung für die aktuelle Krise verantwortlich. Unterdessen wendet sich das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gegen seinen ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, und bezeichnet deren Bildungspolitik als gescheitert.

Der Konflikt eskalierte, als Hoffmann der vorherigen SPD-geführten Landesregierung vorwarf, Lehrstellen abgebaut zu haben, was zur heutigen Personalknappheit geführt habe. Er übernahm das Bildungsressort, nachdem die SPD es über 30 Jahre lang innegehabt hatte.

Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies Hoffmanns Vorwürfe als "lächerlich" zurück. Stattdessen machte sie die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach – letzterer damals BSW-Mitglied – für die Misere verantwortlich. Laut Benda hätten deren Entscheidungen, darunter Stellenstreichungen und eine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtungen, die Lage weiter zugespitzt.

Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Stunde pro Woche unterrichten. Zudem sieht der Haushalt 2025 einen Abbau von 345 Vollzeit-Lehrstellen vor. Benda räumt mittlerweile ein, dass die frühere Unterstützung der BSW für die SPD-Bildungspolitik ein Fehler gewesen sei.

Ihrer Ansicht nach gehen die Probleme im Brandenburgischen Bildungssystem auf Fehlentscheidungen von CDU und SPD in den vergangenen drei Jahrzehnten zurück.

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Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Bildungspolitik Brandenburgs. Angesichts anhaltenden Lehrkräftemangels und belasteter Arbeitsbedingungen dürfte die Debatte weitergehen. Sowohl CDU als auch BSW distanzieren sich mittlerweile von früheren politischen Weichenstellungen – die Zukunft der Bildungsreform bleibt damit ungewiss.

Quelle