18 April 2026, 18:16

Brandenburger Volkswirt kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und gegen Rechts

Ein Plakat mit der "Humoristischen Karte von Europa im Jahre 1870", das eine Karte von Europa mit Cartoon-Bildern drumherum zeigt.

Brandenburger Volkswirt kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und gegen Rechts

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt aus Brandenburg, hat sein Mandat als Abgeordneter des Europäischen Parlaments für die Partei Die Linke angetreten. Er folgt Carola Rackete nach, die im September 2023 ihr Amt niederlegte. Seine Schwerpunkte liegen nun auf der Klimapolitik und dem Kampf gegen rechtsextreme Einflüsse in den Entscheidungsprozessen der EU.

Günther zog 2024 mit einem klaren Programm ins Europaparlament ein. Als vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit setzt er sich für Maßnahmen ein, die Emissionen reduzieren, ohne einkommensschwache Haushalte zu belasten. Seine Argumentation: Großkonzerne und wohlhabende Staaten verursachten den Großteil der Treibhausgase, doch die ärmsten Bevölkerungsschichten trügen die schwersten Folgen.

Seine Heimatregion Brandenburg erhält derzeit jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln. Doch nach geplanten Änderungen könnte diese Summe um die Hälfte oder mehr gekürzt werden. Günther wirkt als Berichterstatter im Schatten (Shadow Rapporteur) an einer Reform des Wettbewerbsfähigkeitsfonds mit, um soziale und ökologische Programme vor Kürzungen zu schützen – insbesondere angesichts steigender Militärausgaben.

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Über den Klimaschutz hinaus sieht Günther die europäische Einheit als linke Aufgabe. Er warnt vor dem Erstarken EU-feindlicher Kräfte und verweist auf Bündnisse zwischen Konservativen und rechtsextremen Gruppen im Parlament. Für ihn ist der Widerstand gegen diese Entwicklung genauso dringend wie seine wirtschaftlichen und ökologischen Ziele.

Der Weg wird nicht einfach. Günther räumt ein, dass das Tempo der EU-Politik erschöpfend ist und echte Veränderungen unsicher bleiben. Dennoch bleibt sein Einsatz für eine gerechtere, grünere Wirtschaft unerschütterlich.

Seine Amtszeit beginnt mit ehrgeizigen Zielen: die Begrenzung von Unternehmensemissionen, die Verteidigung der EU-Kohäsionsfonds und die Blockade rechtsextremer Vorstöße. Seine Position in zentralen Ausschüssen gibt ihm eine Plattform, um Haushaltskürzungen anzuprangern und linke Solidarität voranzutreiben. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob seine Vorschläge in einem zersplitterten Parlament Gehör finden.

Quelle