Brand in Crans-Montana: Warum blieb Le Constellation jahrelang unkontrolliert?
Lotta BrandtBrand in Crans-Montana: Warum blieb Le Constellation jahrelang unkontrolliert?
In Crans-Montana hat eine Anhörung zur Untersuchung des Brandes in der Bar Le Constellation stattgefunden
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage, warum zwischen 2019 und 2025 oder 2026 keine Kontrollen in der Bar Le Constellation durchgeführt wurden. Georges T. erklärte, dass Verzögerungen auf eine umfassende Überarbeitung des IT-Systems zurückzuführen seien, durch die die Planung von Kontrollterminen gestört worden sei. Zudem räumte er ein, über keine spezifische Brandschutz-Zertifizierung zu verfügen, obwohl er eine allgemeine Qualifikation im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz besitze.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob dieses Fehlen einer entsprechenden Zertifizierung seine Aufsichtspflichten beeinträchtigt hat. Zudem wird untersucht, ob eine verriegelte Servicetür – die möglicherweise als Fluchtweg genutzt worden wäre – fälschlicherweise gesichert war. Hier gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, wer die Tür verschlossen hat.
Neben technischen Versäumnissen richtet sich der Fokus der Ermittlungen auch auf grundlegendere organisatorische Mängel. Zu den zentralen Fragen gehören ausgebliebene Kontrollen, die Rolle der kommunalen Verantwortlichen sowie mögliche Fahrlässigkeit sowohl seitens der Bar-Betreiber als auch der lokalen Behörden.
Der Brand in der Le Constellation bleibt weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Die Staatsanwaltschaft versucht zu rekonstruieren, inwiefern Verfahrenlücken zu der Katastrophe beigetragen haben könnten. Die Aussage von Georges T. legte strukturelle Schwächen offen, während die Anwesenheit von Jacques Moretti die emotionale Belastung durch die Tragödie unterstrich. Weitere Erkenntnisse werden zeigen, ob rechtliche Konsequenzen gegen Verantwortliche folgen werden.






